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1/2005
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Jan Pieter Kardinal Schotte
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Der belgische Kardinal ist am 10.01.2005 im Alter von 76 Jahren in einem r�mischen
Krankenhaus verstorben. Er war lange Zeit Angeh�riger der Kurie im Vatikan. Kardinal Schotte wurde am 26.11.1994 durch Papst Johannes Paul II. zum Kardinal kreiert.
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2/2005
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Corrado Kardinal Bafile
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Das �lteste Mitglied des Kardinalskollegiums ist am 03.02.2005 in der
r�mischen Klinik Pio X. verstorben. Er war wegen altersbedingten Problemen in Behandlung. Kardinal Bafile wurde am 24.05.1976 durch Papst Paul VI. in den Kardinalsstand erhoben mit der Titelkirche S. Maria in Portico
Campitelli.
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3/2005
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Jorge Arturo Kardinal Medina Est�vez
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wurde zum neuen Kardinal-Protodiakon ernannt. Luici
Kardinal Poggi, der bisherige Protodiakon wurde in den Rang eines Kardinal-Priester erhoben. Nach dem Tod einiger Kardinal-Priester in den vergangenen Monaten, war diese Bef�rderung zu erwarten. Das Amt des
Kardinal-Protodiakon ist �berwiegend ein zeremonielles Amt und wird stets durch den dienst�ltesten Kardinal-Diakon bekleidet. Zu seinen Aufgaben geh�rt unter anderem die Verk�ndigung des Namens eines
neugew�hlten Papstes.
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Henryk Roman Kardinal Gulbinowicz
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hat im 2. Weltkrieg, aus Angst in ein deutsches Arbeitslager geschickt zu werden, sein Geburtsdatum gef�lscht. Aus diesem Grunde
wurde durch die Kurie in Rom sein bisheriges Geburtsdatum berichtigt. Er ist am 17.10.1923 und nicht wie bisher angegeben am 17.10.1928 geboren. Kardinal Gulbinowicz ist nicht 76 sondern 81 Jahre alt und verliert
damit sein aktives Wahlrecht in einem k�nftigen Konklave. Die Gesamtzahl der Papstw�hler sinkt nun auf 119 Kardin�le.
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4/2005
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30.04.05:
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Neuer Kardinaldekan und Vize-Dekan gew�hlt:
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Die Kardinalbisch�fe w�hlten den Kardinalstaatssekret�r Angelo Kardinal Sodano zum neuen Kardinaldekan des Kardinalskollegiums, und Papst
Benedikt XVI. ernannte ihn, wie es das Kirchenrecht vorschreibt. Neuer Vize-Dekan wurde Roger Kardinal Etchegaray.
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Angelo Kardinal Sodano
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Roger Kardinal Etchegaray
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26.04.05:
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Skizzenhafte Darstellung des Papstwappen Benedikt XVI.:
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In einem offiziellen Gedenkbild hat der Vatikan das p�pstliche Wappen von Benedikt XVI. skizzenhaft und noch ohne Farbgebung vorgestellt. Es
zeigt oben nicht mehr die �bliche TIARA sondern die MITRA. Hinter dem Wappenschild befinden sich die gekreuzten Schl�ssel und unten das Pallium. Das Wappenschild selbst ist dreigeteilt. Links sieht man den
“Freisinger Mohr”, ein nach links blickender gekr�nter Mohrenkopf, welcher seit 1316 durch den Freisinger Bischof Konrad III. als Wappen des alten F�rstbistums Freising bezeugt ist. Rechts ist
ein mit Packtasche dargestellter B�r zu sehen. Diese Darstellung geht auf den heiligen Korbinian zur�ck, auf eine Legende des 8. Jahrhunderts und stammt aus dem Freisinger Stadtwappen. Im unteren Teil des
Schildes befindet sich das dritte Element, die Muschel. Diese Muschel hat einen mehrfachen Symbolwert. Sie steht in Verbindung mit einer Legende um den heiligen Bischof und Kirchenlehrer Augustinus (354-430)
bzw. steht sie als Symbol f�r das Eintauchen in das unergr�ndliche Meer der Gottheit, au�erdem gilt die Muschel als Symbol des II. Vatikanum - das “pilgernde Gottesvolk”. Alle Elemente des
Wappens stammen aus der Zeit, als Joseph Ratzinger noch Erzbischof von M�nchen und Freising und anschlie�end Pr�fekt der Glaubenskongregation war.
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25.04.05:
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Franzis Kardinal Arinze wird Kardinalbischof von Velletri-Segni:
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Der nigerianische Kardinal Arinze, seit 2002 Pr�fekt der Kongregation f�r den Gottesdienst und die Sakramentenordnung ist von Papst Benedikt XVI. zum Kardinalbischof des
Suburbikarischen Bistums Velletri-Segni erhoben worden. Der bisherige Kardinaldiakon wird somit der Nachfolger von Kardinal Joseph Ratzinger.
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24.04.05:
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Benedikt XVI. erh�lt das Pallium und den Fischerring:
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Benedikt XVI. mit dem Pallium |
Mit dem Fischerring und dem Pallium erh�lt Benedikt XVI. die Zeichen seiner p�pstlichen Vollmacht. Kardinalprotodiakon Jorge Arturo Medina Estevez legte dem Papst das
Pallium um. Der neue Dekan des Kardinalskollegiums Angelo Sodano steckte dem Papst Benedikt XVI. den Fischerring an den Finger. Wenn es auch heute keine Kr�nungsfeier mehr gibt, so stellt die feierliche
Amtseinf�hrung des neuen Pontifex maximus das in der Vergangenheit �bliche Ende der Sedisvakanz dar.
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23.04.05:
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Amtseinf�hrung des Papstes am Sonntag, den 24.04.05:
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Pallium von Papst Johannes Paul II.
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Sede gestatoria von Paul VI.
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Papst Benedikt XVI. feiert am Sonntag, den 24.04.05 seine offizielle Amtseinf�hrung. In fr�heren Zeiten gab es statt der
Amtseinf�hrung die Kr�nungszeremonie (Inthronisation), bei der dem neuen Pontifex maximus durch den rangh�chsten Kardinal die Tiara aufs Haupt gesetzt wurde. Dieser alte kirchliche Akt wurde zu letzt
bei Papst Paul VI. am 30.06.1963 vollzogen. Paul VI. schaffte in seinem Pontifikat sowohl Tiara als auch den Tragstuhl “Sedia gestatoria” ab. Die edelsteinbesetzte Tiara wurde
verkauft und f�r die Armen verwendet. Aus der Sedia gestatoria wurde sozusagen das Papamobil. Mit der Wahl seines Nachfolgers Papst Johannes Paul I. wurde aus der Kr�nungsfeier eine feierliche
Amtseinf�hrung des neuen Kirchenoberhauptes mit Bischofsmitra und Pallium. Das Pallium steht beim Papst f�r die F�lle seiner Bischofsgewalt.
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22.04.05:
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Z�hlweise der P�pste immer noch unterschiedlich:
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Ausschnitt “Die R�mischen P�pste”, aus L�Osservatore Romano (22.04.05). Papst Dioskur ist einger�ckt und somit als Gegenpapst gekennzeichnet. |
Der Vatikan r�ckt offensichtlich von seiner antiquierten Z�hlweise der Papstreihenfolge nicht ab. In der deutschen Ausgabe des “L�Osservatore Romano”, der
offiziellen Zeitung des Vatikan ist in der Ausgabe Nummer 16 vom Freitag, den 22.04.05 eine Aufstellung der R�mischen P�pste von Petrus bis Johannes Paul II. abgedruckt. In dieser Dokumentation wird
DIOSKUR (+530) immer noch als Gegenpapst aufgef�hrt (siehe Bild links-Doppelklick vergr��ert), obwohl in vielen Publikationen namhafter
Kirchenhistoriker (z.B. F.X. Seppelt, G. Schwaiger) DIOSKUR (+530) zweifelsfrei in der Sukzession steht. Das im Jahr 2001 erschienene Werk “Lexikon der P�pste und des Papsttums (Herder-Verlag) schreibt hierzu: “Die byzanzfreudliche antigotische Mehrheit der Presbyter w�hlte Dioskus, der am 22.09.530 in der Lateranbasilika konsekriert wurde...... Bonifatius II. sprach �ber den Toten das Anathem und zwang die sechzig bisher oppositionellen Presbyter zur Mitunterzeichnung. Agapet I. lie� 535 diese Urkunde �ffentlich verbrennen. Dioskur wird zu Unrecht als Gegenpapst gef�hrt.” Herausgeber dieses Werkes ist unter anderem Walter Kasper, der heutige Kardinal und unter den Mitautoren finden sich Namen wie Professor Dr. Georg Schwaiger oder Professor Dr. Uta-Renate Blumenthal. In Presseberichten tauchen diesbez�glich verwirrende Z�hlweisen auf. Der neugew�hlte Pontifex, Papst Benedikt XVI. ist nach zeitgem��er Z�hlweise der 265. Nachfolger des Apostelf�rsten Petrus bzw. der 266. Papst der R�misch Katholischen Kirche. Bezieht man die 38 Gegenp�pste mit ein, so ist Benedikt XVI. der 304. Papst der Kirchengeschichte.
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22.04.05:
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Brisantes Dokument von Papst Johannes Paul II.:
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Vor dem Tod von Papst Johannes Paul II. hatte Kardinal Ratzinger noch an einem Dokument �ber wiederverheiratete Katholiken gearbeitet. Laut
“La Repubblica” sollten ”SCHULDLOS GESCHIEDENE” Wiederverheiratete zu den Sakramenten zugelassen werden. Eine derartige �nderung der katholischen Glaubenslehre w�re
eine Sensation. Kardinal Ratzinger soll sich gegen den Willen von vielen Kardin�len und Bisch�fen stark f�r diese �nderung eingesetzt haben.
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21.04.05:
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Papst Benedikt XVI. best�tigt die Kurienkardin�le
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Benedikt XVI. best�tigte alle Kurienkardin�le und -erzbisch�fe in ihren �mtern. Somit verbleiben vorerst alle Dikasterienleiter, auch Kardinal
Angelo Sodano als Staatssekret�r, Erzbischof Giovanni Lajolo als Sekret�r und Erzbischof Leonardi Sandri als Substitut des Staatssekretariats im Amt. Wer die Kongregation f�r die Glaubenslehre
als Pr�fekt �bernehmen wird, steht noch nicht fest.
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21.04.05:
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Spekulationen �ber Stimmenanzahl im Konklave:
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Laut der italienischen Zeitung “Il Messaggero” soll Kardinal Ratzinger im vierten Wahlgang am 19.04.05 rund 100 Stimmen der 115
m�glichen W�hlerstimmen erhalten haben. F�r eine Zweidrittelmehrheit w�ren nur 77 Stimmen notwendig gewesen. Nur wenige Eminenzen haben sich f�r den Mail�nder Kardinal Tettamanzi entschieden.
Im dritten und vierten Wahlgang habe Kardinal Martini seine Stimmen auf Kardinal Ratzinger transferiert.
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* * * * 19.04.05: Ein neues Pontifikat beginnt mit Papst Benedikt XVI. * * * *
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5/2005
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28.05.05:
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Benedikt XVI. feiert heute den 28. Jahrestag seiner Bischofsweihe
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Paul VI. hatte ihn am 24. M�rz 1977 zum Erzbischof von M�nchen und Freising ernannt. Ratzinger war damals bereits Mitglied der Internationalen
Theologenkommission des Vatikans. Bei der Bischofsweihe zwei Monate sp�ter war er 50 Jahre alt. (rv)
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26.05.05:
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Kardinal Poupard begeistert von Rum�nien:
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Rum�nien wird 2007 Teil der Europ�ischen Union sein - und das Land freut sich auf Europa. Das hat Kardinal Paul Poupard
beobachtet, der eben von einer Reise aus dem Balkan-Land zur�ckkehrt. Der Pr�sident des p�pstlichen Kulturrates hat an einem Kongress zur Wiederentdeckung der christlichen Wurzeln des
Kontinentes teilgenommen, den er bei seiner T�tigkeit hervorragend kennen gelernt hat. "Gerade auf meinen Reisen beeindruckt es mich doch, wie fantastisch das kulturelle Erbe ist. Von
einer Stadt zur n�chsten findet man �berall Kirchen, Kreuze und �hnliches. An den Unis treffe ich junge Leute, die sich f�r das christliche Erbe Europas interessieren. Es gibt wirklich
begr�ndete Hoffnung. In einem Land wie Frankreich zum Beispiel ist zwar die Zahl der Kindstaufen eingebrochen - aber seit ein paar Jahren steigt beharrlich die Zahl der Taufen von
Erwachsenen. Nach einer Periode, in der die dominante Kultur das Christentum abgelehnt hat, zeigen jetzt wichtige Pers�nlichkeiten auf einmal ihre gro�e Sympathie. Nach allem, was wir im
Monat von Papsttod, Konklave und Papstwahl erlebt haben, ist jetzt klar, dass das, was die katholische Kirche betrifft, alle interessiert. Das ist ein sehr positives Zeichen." (rv)
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25.05.05:
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Benedikt auf dem deutschen Friedhof:
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Papst Benedikt XVI. hat gestern zum ersten Mal seit seiner Wahl eine deutsche Einrichtung besucht - und zwar gleich die �lteste in Rom, n�mlich Kolleg und
Erzbruderschaft am "Campo Santo Teutonico". Es war auch gleichzeitig das erste Mal, dass ein Kirchenoberhaupt Gast in dieser Einrichtung war, die ihren Sitz seit 1.200 Jahren
nur wenige Meter von der Petersbasilika entfernt hat. Anlass war eine Maiandacht im kleinen Rahmen: "Als ich im November 1981 zum Pr�fekten der Glaubenskongregation ernannt war und
im Februar mein Amt �bernehmen konnte, habe ich die ersten Monate hier gewohnt. Es ist eine sch�ne Erinnerung, zum einen weil es eine R�ckkehr in meine Jugend war, einfach in einem Zimmer
zu wohnen nur mit dem N�tigsten rundherum, wieder von vorne und frisch zu beginnen. Eine sch�ne Erinnerung war es aber vor allem auch dadurch, dass diese Gemeinschaft des Priesterkollegs
diese Kirche und dieses Haus als lebendiges Haus Gottes und so als rechtes Haus der Menschen h�lt." Der Papst nutzte die Gelegenheit, ein paar Worte �ber den Zusammenhang von
marianischer Andacht und Eucharistie zu sprechen. "Maria hat Ihm Fleisch und Blut gegeben, er gibt es uns zur�ck, um uns hinauf zu wandeln in das neue Leben Gottes. Aber er will
zugleich doch auch durch uns immer wieder neu leibhaftig in der Geschichte gegenw�rtig sein. Er will, dass er durch uns, in uns, sich neu inkarnieren und in der Welt leibhaftig Tag um
Tag, Generation um Generation gegenw�rtig sein kann. So ist dieser doppelte Kreislauf der Kommunion, den uns das marianische Geheimnis anzeigt, der Kern der eucharistischen Realit�t, und
dabei wird zugleich sichtbar, wie Eucharistie weit �ber ein rituelles Geschehen hinaus das Ganze unseres Lebens, das Ganze der Geschichte umgreift." (rv)
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25.05.05:
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Kardinal Kasper “Skandal der Trennung”:
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Die Spaltung der Christenheit ist ein Skandal. Das meinte der Pr�sident des p�pstlichen �kumene-Rats, Kardinal Walter
Kasper, heute morgen beim italienischen Eucharistischen Kongress in Bari. Wegen der Spaltung sei es weiterhin nicht m�glich, den Sonntag gemeinsam zu feiern. Einsatz f�r �kumene und
Dialog seien keine liberalen Spielereien, so Kardinal Kasper - sie seien vielmehr "kirchlicher Glaube, ernstgenommen und in die Praxis umgesetzt". Dialog bedeute kein
Ineinander-Verschwimmen von zwei Nebelw�nden, sondern nehme den biblischen Auftrag zum Eins-Sein beim Wort. Der Kardinal bedauerte, dass die gespaltenen Christen "Altar gegen
Altar" errichtet h�tten. Im Dialog mit den Protestanten komme es aber weiterhin zu "guten und �berraschenden Fr�chten". Allerdings g�ben Teile des Protestantismus - vor
allem in Europa, "dem schw�chsten Punkt der Christenheit", zum Beispiel auf ethischem Gebiet ihre Tradition auf. Mit Blick auf die Orthodoxen beteuerte Kasper, der so genannte
Proselytismus, also das Abwerben von Gl�ubigen, sei "weder unsere Absicht noch unsere Strategie oder Politik". Er bitte umgekehrt die orthodoxen Br�der, einer schlimmen Form
von Proselytismus ein Ende zu machen, "n�mlich der skandal�sen Praxis des Umtaufens". Der Petrusdienst bleibe das gr��te Hindernis zwischen katholischer und orthodoxer Kirche
- vielleicht lasse er sich aber mit der orthodoxen Tradition der Kollegialit�t verbinden, hoffte Kasper. Als Verneigung vor dem Ortsheiligen von Bari w�rdigte er schlie�lich den hl.
Nikolaus, der in der Ost- wie in der Westkirche gleicherma�en verehrt wird. Vielleicht, so Kardinal Kasper listig, werde ja mal ein Papst Nikolaus zu einem weiteren Patron Europas
erheben. (rv 25.05.05 sk
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20.05.05:
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Papst: "Das W�ten der Nazis nicht vergessen"
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Der deutsche Papst Benedikt XVI. ruft dazu auf, das "W�ten des Nationalsozialismus" nicht zu vergessen. Nach
der Vorf�hrung eines Spielfilms �ber das Leben seines Vorg�ngers Johannes Paul II. meinte Benedikt gestern in der vatikanischen Audienzhalle, "vor allem die Jugendlichen"
m��ten immer wieder daran erinnert werden, wohin menschenverachtende Gewalt f�hre. Es sei "ein Zeichen der Vorsehung", dass nach dem Polen Wojtyla jetzt ein deutscher
Kirchenmann Papst geworden sei, meinte Papst Ratzinger. Er lobte die deutsch-polnische Auss�hnung als ein "Beispiel f�r Wiedervers�hnung und Frieden". Der Papst w�rtlich:
"M�ge die einm�tige und ehrliche Verurteilung des Nationalsozialismus - wie auch des atheistischen Kommunismus - f�r alle ein Ansporn sein, auf der Vergebung Wiedervers�hnung und
Frieden aufzubauen.” (rv 20.05.05 sk)
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19.05.05:
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Kardin�le zu Mitgliedern der Verwaltung der G�ter des Apostolischen Stuhls ernannt:
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Kardinal Tauran
Kardinal Re |
Heute wurden der Pr�fekt der Bischofskongregation Giovanni Battista Kardinal Re sowie der Archivar und Bibliothekar der Hl. R�mischen Kirche
Jean-Louis Kardinal Tauran zu Mitgliedern der Verwaltung der G�ter des Apostolischen Stuhls ernannt.
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19.05.05:
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�sterreichische Ehrung f�r Papstbruder:
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Georg Ratzinger, der Bruder des Papstes, erh�lt heute im Vatikan das �sterreichische Ehrenkreuz f�r Wissenschaft und Kunst Erster Klasse. Der neue
�sterreichische Botschafter am Heiligen Stuhl, Helmut T�rk, wird dem 81j�hrigen Priester und ehemaligen Leiter der "Regensburger Domspatzen" die Auszeichung im Namen der
Republik �berreichen. Bei dem nachmitt�glichen Termin in der vatikanischen Audienzhalle wird auch Papst Benedikt XVI. anwesend sein. (rv 19.05.05 gs)
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18.05.05:
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Sonderbriefmarke f�r Papst Johannes Paul II.:
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F�r den am 02.04.2005 verstorbenen Papst Johannes
Paul II. hat die Deutsche Post eine Sonderbriefmarke im Wert von 55 Cent herausgegeben. Die Auflage betr�gt 30 Million Exemplare. Die Marke wurde heute von Bundesminister Hans
Eichel in Mainz vorgestellt und wird seit 12.05.2005 in den Post�mtern verkauft. (vh)
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18.05.05:
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Heute w�re Johannes Paul II. 85 Jahre alt geworden:
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In zahlreichen Gedenkveranstaltungen erinnerten sich Menschen in aller Welt an den gro�en Papst aus Polen. Auch Papst Benedikt XVI. begann seine
heutige Generalaudienz mit einem Gedanken �ber den Verstorbenen: "Er w�re heute 85 Jahre alt geworden. Wir sind sicher, dass er uns jetzt vom Himmel aus sieht und bei uns
ist. Und wir wollen dem Herrn danken f�r alles, was er f�r uns getan hat und wir wollen auch Johannes Paul danken, f�r alles, was er getan und gelitten hat." Heute morgen
bereits feierte der Privatsekret�r Johannes Pauls, Erzbischof Stanislaw Dziwisz eine Messe am Grab in der Vatikansichen Grotten, an der auch der Moskauer Erzbischof Tadeusz
Kondrusiewicz mit einer russischen Delegation teilnahm. In den italienischen Abruzzen wurde heute morgen ein 2.424 Meter hoher Berg nach Johannes Paul benannt. Und in Rom findet
in der Basilika Santa Maria Maggiore heute abend ein Konzert zu Ehren des Verstorbenen statt - das Augsburger Philharmonische Orchester spielt die "Missa Speravi in Te
Dominum" - eine Italien-Premiere f�r die Messe, die Hubert Steppnan eigens f�r Johannes Paul komponierte und die 1993 in Warschau uraufgef�hrt wurde. Vor dem Konzert wird
der P�pstliche Generalvikar f�r den Vatikanstaat, Angelo Comastri, Karol Wojtyla w�rdigen. Uns sagte Comastri: "Zun�chst war Johannes Paul ein mutiger Verteidiger des
Friedens. Der Frieden war f�r ihn die einzige m�gliche Beziehung zwischen den V�lkern - und er hat ihn verteidigt, auch als schon der Wind des Krieges wehte. Ich erinnere mich
an den Appell vom 16. M�rz 2003. Da rief der Papst von seinem Fenster aus der Welt zu: "Ich wei� was der Krieg ist. Es ist meine Pflicht, diejenigen, die an den Kriege
glauben, daran zu erinnern, dass der Krieg die Probleme vervielfacht und nicht l�st, dass der Krieg den Hass sch�rt und keinen Frieden schafft." Weiter betonte Comastri den
entschiedenen Einsatz Johannes Pauls f�r die Familie und den Schutz des Lebens. Wir werfen jetzt einen Blick nach Deutschland. Dort ist - p�nktlich zum Papst-Geburtstag - eine
Briefmarke der Deutschen Bundespost erschienen. Als Hommage an den verstorbenen Pontifex. Auflagenh�he : 30 Millionen. Wie Johannes Paul auf dem Postwertzeichen dargestellt ist
– das beschreibt jetzt der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Karl Lehmann, f�r Sie: �Er schaut eigentlich zuversichtlich und vertrauensvoll in die
Zukunft – aber es ist auch unverkennbar so ein Schuss Skepsis mit in seinem Blick. Und ich glaube auch, das Wichtige ist, dass er sich auf seinem Kreuz aufst�tzt und
erkenne auch Schmerzen und Leiden. Und er schiebt das nicht einfach weg, sondern glaubt, dass er das im Kreuz tragen kann – insofern ist das einfach gut
gew�hlt.“ (rv 18.05.05 hr)
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16.05.05:
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Polen: Bartoszewki, bitte jetzt keine Papstreise nach Polen
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Schon wenige Tage nach der Wahl Kardinal Joseph Ratzingers zum Papst gab der Vatikan erste p�pstliche Reisepl�ne
bekannt. "Fast sicher", hie� es, werde die erste Auslandsreise Benedikt XVI. nach Polen f�hren. Doch Polen kann im Moment gar keine Papstreise brauchen, sagt der
Intellektuelle und ehemalige Au�enminister Bartoszewski gegen�ber Radio Vatikan. "Ich glaube, das war Ausdruck seiner Wertsch�tzung f�r seinen Vorg�nger und auch f�r die
Religiosit�t, das katholische Engagement der Polen. In dem Sinn hat es gro�e Bedeutung f�r uns gehabt. Aber ich glaube, es besteht keine M�glichkeit, ihn bei uns zu erwarten
in den kommenden Wochen und Monaten. Er muss sich nicht beeilen." Denn Polen befindet sich mitten im Wahlkampf, argumentiert Bartoszewski. "Wir werden im Herbst das
Parlament und zus�tzlich das Staatsoberhaupt w�hlen. Das sind keine Wochen oder Monate, wo man die Autorit�ten sozusagen richtig empfangen kann in der �ffentlichkeit. Besser
w�re es, glaube ich, und ich bin nicht der einzige, der im katholischen Milieu Polens so denkt, den Papst w�rdig zu empfangen nach einigen Monaten seiner Amtszeit. Das
Sekretariat von Wojtyla hat damals schon gesagt, der Papst hat keine Absicht, im Wahljahr nach Polen zu kommen." (rv
16.05.05)
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16.05.05:
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T�glich 23.000 Pilger am Grab von Papst Johannes Paul II.:
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Durchschnittlich besuchen 23.000 Pilger pro Tag das Grab von Papst Johannes Paul II. in den Grotten unter dem Petersdom in Rom. Laut
“L�Osservatore Romano” kommen die meisten Gl�ubigen nicht aus Neugier sondern um zu beten.
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13.05.05:
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Erzbischof Levada beerbt Ratzinger:
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Erzbischof Levada |
Der Erzbischof von San Francisco, William Levada wurde heute von Papst Benedikt XVI. zum neuen Pr�fekten der Glaubenskongregation ernannt.
Er �bernimmt damit das Amt, das Kardinal Ratzinger bis zu seiner Wahl zum Kirchenoberhaupt der R�misch Katholischen Kirche innehatte. Da es ich bei diesem Dikasterium um
ein sehr wichtiges Amt im Vatikan handelt, kann man sicherlich davon ausgehen, dass Erzbischof Levada ein potenzieller Anw�rter auf den Kardinalshut sein wird.
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13.05.05:
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Seligsprechungsprozess f�r Papst Johannes Paul II. sofort er�ffnen:
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Papst Benedikt XVI. hat den sofortigen Beginn eines Seligsprechungsprozesses f�r seinen Vorg�nger verk�ndet. Benedikt XVI. verlas selbst
eine dementsprechende Erkl�rung vor r�mischen Klerikern. Diese Verlautbarung wurde mit gro�em Beifall honoriert. Eine Seligsprechung kann eigentlich fr�hestens f�nf
Jahre nach dem Tod der verehrten Person beginnen, so sieht es das Kirchenrecht vor. Papst Johannes Paul II. hatte die Bestimmungen �ber die 5-Jahre-Wartezeit gelockert,
was ihm jetzt selbst zugute kommt. Das �berpr�fungsverfahren kann sich aber dennoch lange hinziehen. Schlie�lich dauerte das Pontifikat von Papst Johannes Paul II. ein
Vierteljahrhundert.
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12.05.05:
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Spekulationen um den neuen Pr�fekten der Glaubenskongregation:
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Erzbischof Levada |
Nach Tarcisio Kardinal Bertone steht die Ernennung des neuen Pr�fekten der Glaubenskongregation unmittelbar bevor. Italienische Medien
spekulieren in den letzten Tagen vermehrt �ber den Nachfolger des ehemaligen Kardinal Ratzinger, der fast ein Vierteljahrhundert das Dikasterium f�hrte. Verst�rkt im
Gespr�ch ist der Erzbischof von San Francisco, William Levada. Er war von 1976 bis 1983 Mitarbeiter von Kardinal Ratzinger im “Sant�Ufficio”. Auch der
Namen des Wiener Kardinal Christoph Sch�nborn oder des italienischen Bischof Bruno Forte werden gehandelt.
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11.05.05:
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Universit�t Eichst�tt-Ingolstadt feiert 25-j�hriges Jubil�um:
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Die Katholische Universit�t Eichst�tt-Ingolstadt (KU) feiert am 12.05.2005 ihr 25-j�hriges Bestehen. Gro�kanzler
der Universit�t ist der Eichst�tter Bischof Walter Mixa, der zugleich Milit�rbischof ist. Unter den Ehrendoktoren der Universit�t befindet sich aus katholischer
Sicht die h�chste kirchliche Pers�nlichkeit - Papst Benedikt XVI. Vor deutschsprachigen Pilgern hat Benedikt XVI. bei seiner ersten Audienz ausdr�cklich gebeten, der
Universit�t zu ihrem Jubil�um viele liebe Segensw�nsche zu �bermitteln. Als Erzbischof von M�nchen-Freising und Vorsitzender der Freisinger Bischofkonferenz hatte er
ma�geblich an der Gr�ndung der Universit�t mitgewirkt.
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11.05.05:
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Kardinal zu 10 Tagen Haft auf Bew�hrung verurteilt:
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Im jahrelangen Rechtsstreit um die Sendemasten von Radio Vatikan wurden am Montag, 09.05.05 durch ein italienisches Gericht zwei
Urteile gef�llt. Die zul�ssigen Grenzwerte der Sendeanlage in Santa Maria di Galeria im Norden von Rom werden seit Jahren deutlich �berschritten. Seit 1999 d�rfen
derartige Anlagen einen Elektrosmog von 6 Voltmeter, laut italienischen Grenzwerten abstrahlen. Santa Maria di Galeria erreichte im Jahr 2002 Grenzwerte von 8
– 10 Voltmeter. Der italienische Grenzwert liegt hier drastisch niedriger als die EU-Vorgabe von 60 Voltmeter. Der Aufsichtsratvorsitzende Roberto Kardinal
Tucci S.J. und Generaldirektor von Radio Vatikan P. Pasquale Boromeo S.J. wurden zu 10 Tagen Haft auf Bew�hrung verurteilt. Wie Radio Vatikan mitteilte,
werden beide Verurteilte in Berufung gehen.
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10.05.05:
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Asteroid Ratzinger kreist im Weltall:
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Der Heidelberger Planetenforscher Lutz Schmadel hatte am 04.10.1990 einen neuen Asteroiden in einem
Asteroideng�rtel entdeckt. Der Asteroid hat etwa 10 Kilometer Durchmesser. Schmadel machte damals der Internationalen Asteroiden Union (IAU) den Namen
�Ratzinger“ als Namensvorschlag. Offensichtlich l�ste dieser Vorschlag heftige Diskussionen innerhalb der IAU aus. Letztendlich bekam der Asteroid den Namen
�8661 RATZINGER“. Kardinal Ratzinger hatte damals auf die ihm angetragene Patenschaft erfreut reagiert und f�hlte sich sehr geehrt.
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09.05.05:
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Papst nimmt Lateran-Basilika “in Besitz”:
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Benedikt XVI. hat am
07.05.05 seine Bischofskirche, die r�mische Lateran-Basilika, feierlich in Besitz genommen. Tausende Menschen nahmen auch vor der Lateran-Basilika an der Feier
teil; die Messfeier wurde �ber Gro�bildschirme �bertragen. �Mater et caput omnium ecclesiarum urbis et orbis“ – Mutter und Haupt aller Kirchen der
Stadt und des Erdkreises. Dieser Titel steht der Lateran-Basilika in Rom zu. Im Rahmen der Zeremonie nahm der Papst von verschiedenen Vertretern der Di�zese ein
Gehorsamsversprechen entgegen. Dieses Versprechen leisteten, der Erzpriester der Lateran-Basilika, Kardinal Camillo Ruini, der Vizeregent des Bistums Erzbischof
Luigi Moretti, ein Pfarrer und ein stellvertretender Pfarrer, ein Diakon und ein Diakon auf dem Weg zum Priesteramt, ein Ordensmann und eine Ordensfrau, ein Mann
und eine Frau aus dem Bistum sowie zwei schon gefirmte Jugendliche. Anschlie�end fuhr
der Pontifex im offenen Wagen zur nahegelegenen Basilika �Santa Maria Maggiore“. Hier verehrte Benedikt XVI. das Marienbild �Salus Populi Romani“ in
einer Seitenkapelle. Bei diesem Termin wurde der Papst begleitet vom derzeitigen Erzpriester der Basilika, US-Kardinal Bernhard Law. Kardinal Law war nach
Vorw�rfen, er habe Missbrauchs-Skandale vertuscht, von Papst Johannes Paul II. als Erzbischof von Boston abgel�st worden und lebt seit einigen Jahren in der
Ewigen Stadt.
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06.05.05:
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Vereidigung neuer Schweizergardisten:
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31 Schweizergardisten und ihre Familienangeh�rigen hat Papst Benedikt XVI. heute in Audienz empfangen. Vor dem Vertreter des
P�pstlichen Staatssekretariats, Erzbischof Leonardo Sandri, legten die neuen Hellebardiere ihren Eid auf die Gardefahne ab. Der Eid wurde in vier Sprachen
geleistet: 25 Rekruten sprachen die Eidesformel in Deutsch, vier in Franz�sisch, einer in Italienisch und einer in R�toromanisch.
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03.05.05:
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Papst deligiert Seligsprechungs-Feiern:
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Papst Paul VI. (1963-1978) |
Papst Benedikt XVI. kehrt zur Praxis von Papst Paul VI. zur�ck. K�nftig werden Seligsprechungsfeiern im Verantwortungsbereich
des Pr�fekten der Selig- und Heiligsprechungskongregation, Kardinal Jos� Saraiva Martins liegen. Laut der italienischen Zeitung “Il Giornale”,
wird der Papst in Zukunft nur die Heiligsprechungs- zeremonien selbst leiten - er kehrt damit zur �blichen Verfahrens- weise, wie sie im Pontifikat von
Papst Paul VI. �blich war zur�ck.
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6/2005
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29.06.05:
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Bald Seligsprechung Johannes Paul II.
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Der Seligsprechungsproze� f�r Papst Johannes Paul II. wird schnell zum Abschlu� kommen. Davon ist der r�mische
Kardinalvikar Camillo Ruini �berzeugt. Bei der feierlichen Einleitung des Verfahrens meinte er gestern Abend in der r�mischen Lateranbasilika, in den
Augen der Welt sei Papst Wojtyla schon jetzt heilig. Der vor drei Monaten verstorbene Papst habe sein Leben f�r die Verbreitung des Evangeliums gegeben.
Nur noch Papst Benedikt fehlte gestern Abend beim Proze�-Auftakt in der r�mischen Kathedrale San Giovanni: Benedikt nahm zeitgleich an einem Konzert im
Vatikan teil, lie� Kardinal Ruini bei der Lateran-Feier den Vortritt. Anders, als viele deutsche Bl�tter meldeten, wurde Johannes Paul gestern Abend
nicht etwa schon selig gesprochen - es startete nur das entsprechende Verfahren, mit einer feierlichen Vesper. Vor vielen Kardin�len und Politikern
legten die Teilnehmer an dem Verfahren ihren Eid ab; darunter auch der Postulator Slawomir Oder. Mit dabei in der Basilika war �brigens auch Erzbischof
Stanislaus Dziwisz, langj�hriger Privatsekret�r von Johannes Paul. Bewegend der Moment, als die Gl�ubigen in der Lateranbasilika noch einmal in
Sprechch�re ausbrachen - "Giovanni Paolo", ein Ruf, der vielen nach 25 Jahren polnischen Pontifikats noch in den Ohren hallt. (rv)
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21.06.05:
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Kardinal Sin gestorben
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Kardinal Jaime Sin, der ehemalige Erzbischof von Manila, ist tot. Der 76-j�hrige erlag in den fr�hen
Morgenstunden, des 21.06.05 einer langen Krankheit. "Der Kardinal hat lange gelitten, es war Zeit f�r ihn, zu Gott zu gehen", kommentierte
sein Sekret�r die Todesnachricht. Fast drei�ig Jahre lang war er der geistliche F�hrer der Katholiken auf den Philippinen gewesen: Jaime Sin. Seit 1974
Erzbischof von Manila, erhielt er aus der Hand von Papst Paul VI. 1976 den Kardinalshut. Sin ist als eifriger Verfechter der Demokratie in die
Geschichte eingegangen - nicht zuletzt war er die entscheidende Gestalt f�r den Sturz von Diktator Ferdinand Marcos im Jahr 1986. Der Kardinal rief
damals die B�rger des gr��ten katholischen Landes Asiens dazu auf, betend durch die Stra�en zu ziehen und so gegen das diktatorische Regime zu
protestieren. Die "Rosenkranz-revolution" nannte man diese friedliche Demonstration. Radio Veritas, die katholische Radiostation auf den
Philippinen, wurde zu seinem wichtigsten Sprachrohr. Doch nicht nur einmal schaltete sich der philippinische Kardinal in die Politik seines Landes ein
- zuletzt war er es, der im Jahr 2003 eine Revolte gegen Pr�sidentin Gloria Arroyo durch seine Appelle nach 19 Stunden quasi im Keim erstickte. Wenn
Kardinal Sin sprach, h�rten ihm Pr�sidenten zu: "Ich habe dem Pr�sidenten gesagt, dass, wenn wir �ber wirtschaftlichen Wiederaufbau sprechen, wir
auch die geistliche Erneuerung unseres Volkes nicht vergessen sollten. Denn wenn wir nur von materialistischen Dingen sprechen, wird es eine
Unausgewogenheit in unserem Land geben - und wir werden kollabieren!" Kardinal Sin war auch der Gastgeber der gr��ten Messfeier, ja der gr��ten
Menschenansammlung in der Geschichte der Menschheit, als sich zum Weltjugendtag in Manila im Januar 1995 rund vier Millionen Menschen in der
philippinischen Hauptstadt mit Papst Johannes Paul II. trafen. Pr�sidentin Arroyo kommentierte den Tod von Kardinal Sin mit den Worten, der Tag werde
in die Geschichte eingehen, an dem ein gro�er Befreier des philippinischen Volkes und ein gro�er Gottesmann heim- ging. Um Kardinal Sins Wirkung zu
verstehen, reicht es vielleicht, an eine seiner �u�erungen nach dem Sturz von Diktator Marcos im Jahr 1986 zu erinnern, als er sagte: "Wir haben
Ali Baba vertrieben, aber die 40 R�uber sind geblieben." (rv)
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20.06.05:
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M�gliche Kardinalskreierungen
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Noch zu Lebzeiten von Papst Johannes Paul II. rechnete man mit der Kreierung neuer Kardin�le. Nach einigen Pressemitteilungen, scheint eine Kardinalskreierung m�glicherweise am Christk�nigsfest 2005 realistisch zu sein.
Derzeit umfasst das Kardinalskollegium, mit aktivem Wahlrecht in einem k�nftigen
Konklave, 116 Eminenzen. Bis Oktober diesen Jahres �berschreiten noch 4 Kardin�le die Altersgrenze von 80 Jahren und verlieren somit ihr Wahlrecht.
Ohne eventuelle Todesf�lle, sinkt das Heilige Kollegium auf 112 Purpurtr�ger. Nach g�ltigem Kirchenrecht sollten aber 120 Kardin�le f�r eine
Papstwahl zur Verf�gung stehen. Papst Benedikt XVI. wird sicherlich nicht nur 8 neue Kardin�le kreieren, sondern mit hoher Wahrscheinlichkeit das
Kardinalskollegium deutlich vergr��ern. In Anbetracht von derzeit 8 unterbesetzten Dikasterienleiterstellen im Vatikan und einer Vielzahl von
Erzdi�zesen weltweit, welche eigentlich Kardinalssitze waren und durch Todesf�lle bzw. Altersgr�nde nur mit Erzbisch�fen besetzt sind, wird die Zahl
der Neuernennungen sicherlich um 30 oder sogar dar�ber liegen.
Im Anschluss sind m�gliche Kandidaten f�r die Ernennung zum Kurienkardinal bzw. aus dem
Bereich der Erzdi�zesen zur Kardinalsernennung angef�hrt. Welche Kirchenm�nner letztendlich den Kardinalshut erhalten werden, wird die Zukunft zeigen.
1. Kurienkardin�le:
1.1 Kongregationen:
- Kongregation der Glaubenslehre: Erzbischof William Levada
- Kongregation f�r die Institute
gottgeweihten Lebens und die
Gemeinschaft apostolischen
Lebens: Erzbischof Franc Rod� CM
1.2 P�pstliche R�te:
- P�pstlicher Rat f�r die Laien: Erzbischof Stanislaw Rylko
- P�pstlicher Rat �Cor Unum“: Erzbischof Paul Josef Cordes
- P�pstlicher Rat f�r dem interreligi�sen Dialog: Erzbischof Michael Louis Fitzgerald M.Afr.
- P�pstlicher Rat f�r die sozialen Kommunikationsmittel: Erzbischof John Patrick Foley
- P�pstliche Bibelkommission: Erzbischof William Levada
1.3 Gerichtsh�fe:
- Apostolische Signatur: Erzbischof Agostino Vallini
2. Erzdi�zesen:
2.1 Erzdi�zesen in Europa:
- Albanien - Tirana-Durris: Erzbischof Rrok K. Mirdita
- Frankreich - Paris: Erzbischof Andr� Vingt-Trois
- Irland - Dublin : Erzbischof Diarmuid Martin
- Italien - Bologna: Erzbischof Carlo Zaffara
- Polen - Breslau: Erzbischof Marian Golebiewski
- Polen - Krakau: Erzbischof Stanislaw Dziwisz
- Russland - Moskau: Erzbischof Tadeusz Kondrusiewicz
- Slowenien – Ljubljana (?): Weihbischof Alojz Uran
- Spaniel - Barcelona: Erzbischof Lluis Martinez Sistach
- Spaniel - Toledo (?): Erzbischof Antonio Canizares Llovera
2.2 Erzdi�zesen in Nordamerika:
- USA – Boston: Erzbischof Sean O�Malley
2.3 Erzdi�zesen in Lateinamerika:
- Argentinien – C�rdoba: Erzbischof Carlos Jos� Nanez
- Brasilien – Belo Horizonte Erzbischof Walmor Oliveira De Azevedo
- Brasilien – Aparecida: Erzbischof Raymundo Damasceno Assis
- Brasilien – Brasilia: Erzbischof Joao Braz De Aviz
- Ecuador – Quito: Raoul Eduardo Vela Chiriboga
- El Salvador – San Salvador: Erzbischof S�enz Lacalle
- Mexiko – Monterrey: Erzbischof Francisco Robles Ortega
- Nicaragua – Managua: Erzbischof Leopoldo Jos� Brenes Sol�rzano
- Paraquay – Asuncion: Erzbischof Eustaquio Pastor Cuquejo Verga
- Uruguay – Montevideo: Erzbischof Nicol�s Cotugno Fanizzi
2.4 Erzdi�zesen in Asien:
- Japan – Tokio: Erzbischof Peter Takeo Okada
- Philippinen – Manila: Erzbischof Gaudencio B. Rosales
- S�dkorea – Seoul: Erzbischof Nicholas Cheong Jin-suk
- Vietnam – Hanoi: Joseph Ngo Quang Kiet
2.5 Erzdi�zesen in Afrika:
- Angola – Luanda: Erzbischof Damiao Ant�nio Franklin
- Kamerun – Yaound�: Erzbischof Simon-VictorTony� Backot
- Kenia – Nairobi: Erzbischof Nzeki Raphael Ndingi Mwana�a
- Marokko- Algier: Erzbischof Henri Teissier
- Mozambik – Maputo: Erzbischof Francisco Chimono
- Senegal – Dakar: Th�odore-Adrien Sarr
- S�dafrika – Kapstadt: Erzbischof Lawrence Patrick Henry
2.6 Erzdi�zesen in Ozeanien:
- Australien – Samoa-Apia: Erzbischof Alapati Mataeliga
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10.06.05:
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Seligsprechungsverfahren startet Ende Juni
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Jetzt ist es offiziell: Das Seligsprechungsverfahren f�r Johannes Paul II. beginnt schon Ende dieses Monats. Was
seit Wochenbeginn vermutet wurde, hat Kardinalvikar Camillo Ruini gestern Abend mit folgenden Worten verk�ndet: "Jetzt habe ich noch eine
Nachricht f�r Euch, die euch sehr freuen wird: Am Dienstag, den 28. Juni werde ich hier in der Lateran-Basilika eine Vesper zum Hochfest Peter und
Paul feiern - und bei dieser Gelegenheit offiziell den Seligsprechungs- und Heiligsprechungsprozess f�r unseren geliebten Bischof und Papst
Johannes Paul II. er�ffnen. Das wird f�r uns alle ein gro�es Geschenk und ein au�ergew�hnlicher Anlass sein, Gott zu danken." In seiner
Ansprache zum Abschluss des Pastoralkongresses der Di�zese Rom bekr�ftigte Ruini noch einmal die Haltung der Kirche in Italien zum Referendum �ber
das Gesetz zur k�nstlichen Befruchtung. Die Bisch�fe sind gegen die Volksabstimmung und damit f�r den Menschen, betonte Ruini: "Wir sind f�r
das menschliche Leben, das geboren wird, mit Sicherheit, und f�r die Kinder, die ein Recht darauf haben, ihre leiblichen Eltern zu kennen. Aber wir
sind auch f�r die Frauen und M�nner von heute und morgen, sie m�ssen immer als Person gesehen und auch so behandelt werden - und nicht als
Laborprodukt oder Versuchsergebnis. Aber auch in ihrem berechtigten Verlangen, mit medizinischer Hilfe Eltern zu werden, d�rfen sie nicht
vergessen, dass das Kind nicht pers�nliche Genugtuung ist, sondern immer eine Person bleibt, die sie als Geschenk empfangen haben." Auch
Kardinal Renato Raffaele Martino hat das beherzte Einschreiten der Bisch�fe und des Papstes gegen das Referendum erneut verteidigt. Die Kirche
lasse sich von niemandem einsch�chtern, erkl�rte der Pr�sident des P�pstlichen Rates "Justitia et Pax". Jeder einzelne Christ m�sse sich
f�r das Leben einsetzen, das einzig und allein ein Geschenk Gottes sei. (rv)
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08.06.05:
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Kurzer Proze�
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Der Prozess zur Seligsprechung von Papst Johannes Paul II. soll schon Ende Juni 2005 beginnen. Das behauptet die
r�mische Zeitung "Il Messaggero". Das Verfahren werde schon am 28. Juni feierlich starten. Papst Benedikt XVI. hatte am 13. Mai einen
ungew�hnlich schnellen Beginn des Seligsprechungs-Prozesses erlaubt. (rv)
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06.06.05:
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Bald Konsistorium?
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Nach den j�ngsten Ernennungen von Papst Benedikt XVI. rechnen Beobachter mit einem baldigen Konsistorium zur
Kreierung neuer Kardin�le. Ein solches war bereits f�r die letzte Zeit des Pontifikates von Papst Johannes Paul II. erwartet worden.
Tats�chlich sind zur Stunde einige Schl�sselpositionen der Kirche, die gemeinhin Kardin�le innehaben, mit Bisch�fen bzw. Erzbisch�fen neu
besetzt. Etwa ist der Erzbischof von Krakau traditionell ein Kardinal. Benedikt XVI. hatte vergangenen Freitag Erzbischof Stanislaw Dziwisz,
den fr�heren Sekret�r von Papst Johannes Paul II., an diese Stelle berufen. Ebenso ist der neue Erzbischof von Paris, Andr� Vingt-Trois, ein
Anw�rter auf den Kardinalspurpur. Ihn hatte noch Johannes Paul II. als Nachfolger f�r den aus Altersgr�nden zur�ckgetretenen Kardinal
Jean-Marie Lustiger ernannt. Auch der US-amerikanische Erzbischof William Levada, der designierte Nachfolger Joseph Ratzingers als Pr�fekt der
Glaubenskongregation, wird wohl den Kardinalspurpur erhalten: Allen vatikanischen Kongregationen stehen Kardin�le vor. Aus diesem Grund d�rfte
auch der slowenische Erzbischof Franc Rod�, Pr�fekt der Ordenskongregation, auf der Liste der zuk�nftigen Kardin�le stehen. Das bisher letzte
Konsistorium fand im Oktober 2003 statt. Johannes Paul hatte damals 31 Bisch�fen den Kardinalspurpur verliehen. (rv)
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06.06.05:
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Erzbischof von Krakau, St. Dziwisz, heute in Audienz empfangen
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Erst vor drei Tagen hatte der Papst den ehemaligen Privatsekret�r seines
Vorg�ngers Johannes Paul II. zum neuen Oberhirten in Krakau ernannt. Ob es bei der Unterredung auch um die pers�nlichen Aufzeichnungen von
Johannes Paul ging, blieb offen. Der polnische Papst hatte in seinem Testament verf�gt, dass Dziwisz �ber die Vernichtung der Papiere zu
wachen habe. Gegen�ber dem polnischen Rundfunk sagte Dziwisz allerdings an diesem Wochenende, dass er die pers�nlichen Aufzeichnungen des
Papstes nicht verbrannt habe, weil sie es nicht verdient h�tten, vernichtet zu werden. Da der letzte Wille Johannes Pauls nicht vollzogen
wurde, m�sse nun der neue Papst entscheiden, was mit den privaten Dokumenten seines Vorg�ngers zu geschehen habe, zitieren italienische
Zeitungen heute verschiedene Experten. (rv)
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04.06.05:
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Papst unterstreicht Bedeutung der Familie
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Papst Benedikt XVI. hat heute die Bedeutung der Familie unterstrichen. Bei einer Audienz f�r Pilger aus der
Di�zese Verona erinnerte der Papst an die Di�zesansynode in Verona, die als eines der zentralen Themen das der Familie hatte. Die Di�zese,
so Benedikt, m�sse in allen Teilen von der Eucharistie leben - ausgehend von der Familie, der "kleinen Hauskirche" bis hin zu
allen sozialen und pastoralen Aktivit�ten. So betonte der Papst auch ausdr�cklich, wie wichtig die Teilnahme an der sonnt�glichen
Eucharistiefeier sei. Das Thema "Familie" sei in richtiger Weise in der Di�zesansynode diskutiert worden, wie es auch Thema in
ganz Italien und der Weltkirche sein m�sse: "In eurer Di�zese sind - wie auch �berall sonst - Scheidungen und ungeregeltes
Zusammenleben gewachsen. Das bedeutet f�r die Christen einen deutlichen Anruf, das Evangelium des Lebens und der Familie in seiner Ganzheit
zu verk�nden. Die Familie ist dazu berufen, "intime Gemeinschaft des Lebens und der Liebe" zu sein, da sie auf die unaufl�sliche
Ehe gegr�ndet ist. Trotz der Schwierigkeiten und der sozialen und kulturellen Umst�nde des aktuellen historischen Moments, m�gen die
christlichen Eheleute nicht aufh�ren, mit ihrem Leben ein Zeichen der treuen Liebe Gottes zu sein. Sie m�gen aktiv mit den Priestern in der
Pastoral der Verlobten, der jungen Paare, der Familien und in der Erziehung der neuen Generationen zusammenarbeiten." Der Vatikan hat
heute au�erdem ein Schreiben des Papstes zum Weltfamilientag im Juli n�chsten Jahres im spanischen Valencia ver�ffentlicht, das die
spanische Bischofskonferenz bereits vor einer Woche vorgestellt hatte. Darin unterstreicht Benedikt XVI., kein Land dieser Erde d�rfe das
"wertvolle Gut der Familie" ignorieren, das auf die Ehe gegr�ndet sei. Dass diese Botschaften des Papstes gerade zu diesem
Zeitpunkt kommen, scheint nicht ganz unbegr�ndet: Morgen stimmen die Schweizer in einem Referendum unter anderem �ber das
"Partnerschaftsgesetz" ab, in dem es um die Frage der Legalit�t von homosexuellen Lebensgemeinschaften geht. Am Montag beginnt in
der Di�zese Rom eine Tagung zum Thema Familie und Leben, und die Italiener sind am kommenden 12. Juni dazu aufgerufen, �ber eine
Gesetzes�nderung zum Thema k�nstliche Befruchtung abzustimmen. In Spanien steht schlie�lich am 18. Juni eine Demonstration von Kirchen und
anderen Religionsgemeinschaften gegen die Familienpolitik der Regierung an. Dabei geht es neben den Gesetzen zu homosexuellen
Lebensgemeinschaften auch um Lebensschutz und Werte der Familie. (rv)
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03.06.05:
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Erzbischof Dziwisz ist neuer Metropolitan Erzbischof von Krakau
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Papst Benedikt XVI. ernennt Erzbischof Stanislaw Dziwisz zum Metropolitan Erzbischof von Krakau (Polen).
Dziwisz ist 1939 in Raba Wyzna in Polen geboren. Von 1966 bis 1978 war er Privatsekret�r von Erzbischof Karol Wojtyla in Krakau und von
1978 bis 2005 Privatsekret�r von Papst Johannes Paul II. Erzbischof Dziwisz l�st somit Franciszek Kardinal Macharski in diesem Amt ab.
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01.06.05:
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Vatikan: Benediktiner von St. Paul froh �ber �nderungen
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Die Benediktinerm�nche von Sankt Paul vor den Mauern freuen sich �ber
ihren neuen Erzpriester - einen solchen p�pstlichen Vertreter erh�lt die Patriarchalbasilika nun zum ersten Mal in ihrer Geschichte,
wie Papst Benedikt XVI. in einem "Motu proprio" gestern verf�gte. Dass das Kloster damit in seiner Selbst�ndigkeit
beschnitten werde, sei nicht zu f�rchten, erkl�rt der Prior von Sankt Paul, der �sterreichische Pater Johannes Paul Abrahamowicz.
"Es gibt in der Basilika eine Verwaltungsfrage und eine pastorale Frage. Die pastorale Frage war immer schon in den H�nden des
Klosters, seit dem 8. Jahrhundert, auf Wunsch der P�pste. Lange Zeit hatten die M�nche auch die Verwaltungsfragen. Aber heute ist die
Verwaltungsfrage schon sehr aufw�ndig und kostspielig, insofern sind wir froh, dass das schon seit einigen Jahrzehnten der Vatikan
�bernommen hat und dass das jetzt noch einmal genauer geregelt wird." Weil die Basilika Sankt Paul Eigentum des Vatikans ist,
kommt dieser auch f�r die Erhaltung auf. Darunter fallen Personalkosten, Reinigung, Strom und anderes. Bisher waren aber im Vatikan
zwei verschiedene Stellen f�r diese Verwaltungsfragen zust�ndig, was zu Meinungsunterschieden gef�hrt hatte. "Ich glaube, Benedikt
wollte die Arbeit seines Vorg�ngers auf w�rdigende Art fortf�hren Johannes Paul II. hatte das l�ngst eingeleitet, dass in Sankt Paul
die Sache geregelt wird mit den zwei verschiedenen, f�r die Finanzen verantwortlichen Stellen des Vatikans - indem er einen Chef
dar�bersetzt. Das ist eine Hilfe f�r uns. Denn damit haben die Benediktiner einen Ansprechpartner f�r alles, was die Verwaltung
betrifft." An der Arbeit der M�nche, etwa bei der Beichte und in der Liturgie, wird sich nichts �ndern, betont Prior Abrahamowicz.
Die Benediktinerabtei von Sankt Paul ist in den vergangenen Monaten stark gewachsen: von 14 auf 24 M�nche. Sie sind, und das war der
Wunsch der Kongregation, eine internationale Gemeinschaft, die sich besonders der �kumene widmet. (rv)
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01.06.05:
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Papst betet mit Gl�ubigen an Lourdes-Grotte
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Mit einer Lichterprozession durch die Vatikanischen G�rten und einer
Andacht an der Lourdes-Grotte ist im Vatikan gestern Abend der Marienmonat Mai zu Ende gegangen. Papst Benedikt XVI. segnete die
mehreren Tausend Gl�ubigen und ermunterte sie, Maria nachzueifern. "Folgen wir Maria nach und leben wir wie sie - eine zutiefst
eucharistische Frau", rief Benedikt den Menschen zu. " Unser ganzes Leben soll ein einziges Magnificat sein."
Erzbischof Angelo Comastri, der Generalvikar des Vatikanstaates, hatte zuvor die Prozession und das Rosenkranzgebet geleitet. Den
Brauch hatte Johannes Paul II. eingef�hrt f�r die Bewohner und Angestellten des Vatikanstaats. An der Feier nehmen allj�hrlich
Kardin�le, Bisch�fe und Pr�laten sowie Laienangestellte des Vatikans mit ihren Familien teil. In diesem Jahr hatten sich auch viele
Touristen unter die Gl�ubigen gemischt. (rv)
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7/2005
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31.07.05:
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Vatikan/Israel: Franziskanerpater: "Da steckt was anderes dahinter!"
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Als unangemessen und absurd hat Kardinal Ersilio Tonini die
israelischen Angriffe gegen den Vatikan und den Papst bezeichnet. Es sei unglaublich, wie die "Riesenschritte" der
vergangenen 40 Jahre in den vatikanisch-j�dischen Beziehungen in wenigen Tagen nahezu zerst�rt w�rden, sagte der Kardinal in
einem Interview mit dem "Corriere della Sera". Der Kardinal unterstrich die gewachsenen Beziehungen besonders unter dem
Pontifikat Johannes Pauls - angefangen vom Synagogenbesuch des Papstes mit der Bezeichnung "�ltere Br�der" bis hin zum
Besuch der Klagemauer. Er sei "sprachlos" angesichts der Vorw�rfe aus Israel. Unterdessen hat der r�mische Oberrabbiner
seine Besorgnis �ber die diplomatische Krise zwischen Israel und dem Heiligen Stuhl ge�u�ert. In einem Interview sagte Riccardo
di Segni, die Diskussion um die Nichterw�hnung Israels bei einer Aufz�hlung von Terrorakten durch Papst Benedikt sei "f�r
beide Seiten nur sch�dlich". Als religi�ser F�hrer sei er �ber den eskalierenden Streit sehr besorgt und hoffe, dass die
Angelegenheit so schnell wie m�glich gestoppt werden k�nne - der Oberrabbiner unterstrich, er hoffe, das geschehe vor dem Besuch
von Papst Benedikt in der K�lner Synagoge in wenigen Wochen. Unterdessen hat ein ehemaliger Botschafter Israels, Sergio Minervi,
in einem Interview dem Heiligen Stuhl vorgeworfen, teilweise auf Seiten der Araber und da insbesondere der Pal�stinenser stehen
zu wollen. Was aber steckt hinter der diplomatischen Krise? Der zur Heilig Land-Provinz geh�rende und in Israel geborene
Franziskanerpater und Kirchenrechter David Maria Jaeger, ein Spezialist in Fragen der Beziehungen zwischen Heiligem Stuhl und
Israel, sagt, die Aufregung um die Worte des Papstes seien nur vorgesch�tzt: "Beamte im israelischen Au�enministerium waren
zu einer Konferenz f�r Verhandlungen mit dem Heiligen Stuhl nicht gen�gend vorbereitet, das am 25. Juli stattfinden sollte. Aber
weil die Verhandlungen so lang schleiften - und sie lie�en sie schleifen! - waren es ihnen, ums einfach zu sagen, peinlich, dass
sie immer noch nicht fertig waren! Sie schauten sich den Text der Papstansprache zum Angelus an und dachten, dass sie eine
wundersch�nen Grund h�tten, die Krise zu erfinden und die Gespr�che abzusagen. Genau das haben sie n�mlich gemacht! Danach aber
ging das Ganze nach dem Schneeballsystem - und wir sind hier in Israel nahe bei diesen Sachen. Wir wissen genau, wie es
lief!" Das k�nnte alles sehr einfach gel�st werden, meint Pater Jaeger. Seiner Meinung nach k�nnte der Regierungschef,
Premierminister Ariel Sharon, die Sache ganz leicht stoppen: "Ich bin n�mlich absolut sicher, dass der Premierminister �ber
all diese Geschichte �berhaupt nichts gewusst hat, dass der Regierungschef vollkommen im Dunkeln gehalten wurde. Denn der
Premierminister ist es ja, der Pr�sident Bush und dessen Regierung vor etwa zwei Jahren versprochen hatte, die Beziehungen zum
Heiligen Stuhl zu beschleunigen und voranzubringen und so die Vereinbarung mit dem Heiligen Stuhl zu erreichen, die sie mit ihm
erreichen m�ssen. Es ist nun Aufgabe des Regierungschefs eine vorbehaltlose Entschuldigung gegen�ber dem amtierenden Papst und
seinem Vorg�nger seligen Angedenkens zu ver�ffentlichen."(rv
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Ein Kommentar zum Thema von Pater Eberhard Gemmingen
Heftiger Schlagabtausch zwischen dem Staat Israel und dem Apostolischen Stuhl. Der
Papst h�tte bei der Aufz�hlung der Staaten, in denen j�ngst Terroranschl�ge stattfanden, absichtlich Israel ausgelassen. Das sei
typisch. Gegen die Anschl�ge auf Israel reagiere der Vatikan nicht. So der Vorwurf aus Jerusalem. Der Vatikan wies den Vorwurf
als v�llig ungerechtfertigt zur�ck. In einer diplomatischen Note wird an viele Proteste Johannes Pauls gegen pal�stinensische
Anschl�ge erinnert und an die unz�hligen Aufrufe zum Frieden im Heiligen Land. Er habe auch oft den Terrorismus gegen Israel
verurteilt. Das sei auch weiterhin die Linie des Vatikans. Nun geht aber Spiegel online einen Schritt weiter und richtet
einen direkten Angriff auf Papst Benedikt: Das Vertrauen das Johannes Paul II. zwischen der katholischen Kirche und dem Judentum
in aller Welt, aufgebaut habe, zerst�re nun Papst Benedikt absichtlich. Sei der polnische Papst noch sehr offen und
verst�ndnisvoll gegen�ber den Juden gewesen, so wisse man ja, dass ein deutscher Papst ganz anders denke Es ist eine b�swillige
Interpretation durch den Spiegel, wenn er unterstellt, der Vatikan habe in den ersten hundert Tagen des neuen Papstes seine
Politik ge�ndert. Das ist Polemik. Es liegt auf der Linie des Spiegels. Er hatte den Papst aus Deutschland gleich nach seiner
Wahl als weltfremd beschimpft. Offenbar geht es manchen n�rdlich der Alpen auf jeden Fall um Misstrauen und Destruktion. Auch
fragt man sich, ob man in Hamburg nicht die innerisraelianischen Machtk�mpfe kennt, die beim Schlag gegen den Vatikan auch eine
Rolle spielen k�nnten. Und ich erinnere: Papst Benedikt hat wenige Tage nach seiner Wahl an den j�dischen Oberrabbiner in Rom
geschrieben. Mehrere f�hrende Juden in aller Welt lobten Kardinal Ratzingers Grundhaltung und Aussagen zum Judentum. Die Presse
Israels war vom neu gew�hlten Papst mehrheitlich sehr angetan. Papst Benedikt hat bald nach seiner Wahl angek�ndigt, dass er die
j�dische Synagoge in K�ln besuchen werde, er hat den Dialog mit den anderen Religionen versprochen Wer auch nur einigerma�en die
Schriften von Kardinal Ratzinger kennt, der wei� - oder kann wissen - dass seine Einstellung zu den Juden und Israel v�llig auf
der Linie seines Vorg�ngers liegt. Das betrifft Politik, Kultur, Theologie. Alles. Wer einen Keil zwischen Katholiken und Juden
treiben will, arbeitet zerst�rerisch. (rv)
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20.07.05:
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Offizielles Programm der Papst-Reise vorgestellt
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Papst Benedikt XVI.
trifft am Rande des Weltjugendtags im August in K�ln neben Juden und Protestanten auch Muslime H�hepunkt der Reise vom 18. bis
21. August wird der Abschlussgottesdienst am letzten Tag auf dem Marienfeld bei Frechen. Das teilte WJT-Generalsekret�r Pr�lat
Heiner Koch heute bei der Pr�sentation des offiziellen Programms in K�ln mit. "Es ist wirklich in Gespr�chen, in
Absprachen mit dem Heiligen Vater entstanden, der ganz gezielt Punkte setzen wollte, die ihm wichtig sind. Es ist ein gro�es
Zeichen, dass er seine erste Reise eben zum Weltjugendtag macht. Und die Begegnung mit der Jugend steht ganz im Vordergrund.
Und er wollte es darauf konzentrieren und nicht irgendetwas anderes, andere Orte oder andere St�dte noch besuchen. Dies ist das
Kriterium." Und das sind weitere wichtige Tagesordnungspunkte auf der p�pstlichen Agenda: Der Pontifex trifft am 19.
August Bundespr�sident Horst K�hler in Bonn. An diesem Tag besucht er auch die K�lner Synagoge. Abends gibt es ein �kumenisches
Treffen. Am Samstag, 20. August, trifft der Papst Bundeskanzler Gerhard Schr�der (SPD), Bundestagspr�sident Wolfgang Thierse
(SPD) und die CDU-Vorsitzende Angela Merkel. F�r den Abend ist eine Audienz f�r Vertreter muslimischer Gemeinschaften
vorgesehen. Das Kirchenoberhaupt reist am Donnerstag, den 18. August, um 10 Uhr vom r�mischen Flughafen Ciampino ab. Die
Ankunft am Flughafen K�ln/Bonn ist f�r 12 Uhr vorgesehen, wo ihn Bundespr�sident Horst K�hler offiziell begr��en will. Die
Abreise von dort steht f�r Sonntag, 21. August, um 19:15 Uhr auf dem Programm. Um 21:15 wird der Papst in Rom zur�ck erwartet.
Auf dem Heimflug reist Benedikt mit einer Sondermaschine der Lufthansa, die f�r den Pontifex aus Bayern einen Abstecher �ber
seinen Geburtsort Marktl am Inn angek�ndigt hat. Bei Papstreisen ist es Tradition, dass eine Fluggesellschaft des Gastlandes
den R�ckflug �bernimmt. Der Weltjugendtag findet vom 11. bis zum 21. August statt. Nach den Tagen der Begegnung in den
deutschen Di�zesen vom 11. bis 15. August versammeln sich die internationalen G�ste mit ihren Gastgebern zu den zentralen
Veranstaltungen im Erzbistum K�ln. Bislang haben sich 375.000 Jugendliche, 600 Bisch�fe und mehr als 5.000 Journalisten
angemeldet. Bis zum Abschlussgottesdienst werden einschlie�lich der Tagesg�ste rund 800.000 Teilnehmer erwartet. (rv)
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16.07.05:
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Mixa neuer Bischof von Augsburg
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Walter Mixa ist neuer
Bischof von Augsburg. Papst Benedikt XVI. hat den bisherigen Bischof von Eichst�tt und deutschen Milit�rbischof zum
Nachfolger von Bischof Viktor Josef Dammertz ernannt. Das wurde heute zeitgleich in Augsburg und Rom bekannt gegeben. Der
Ernennung kommt einige Bedeutung zu, da der Bischofsstuhl bereits seit dreizehn Monaten vakant war. In die Zeit fielen der
Tod von Papst Johannes Paul II. und die Wahl von Benedikt XVI. Au�erdem ist es die erste Ernennung eines Bischofs in
Deutschland durch Papst Benedikt - noch dazu in Augsburg, einer ehemaligen Sufragandi�zese des M�nchener Erzbischofs
Ratzinger. Bischof Walter Mixa sagt Radio Vatikan, in ihm pers�nlich rufe die Ernennung zwei ganz unterschiedliche
Empfindungen hervor: "Die eine Empfindung ist einfach die, dass ich hier in Eichst�tt sehr gern Bischof war und dass ich
auch mit dem Klerus, mit dem gr��ten Teil des Klerus, wirklich eine gute, br�derliche Beziehung hatte und - soweit ich das
beurteilen kann - auch eine gro�e Akzeptanz von Seiten der Gl�ubigen, die sehr, sehr traurig sind, dass ich jetzt von hier
weggehe. Dann war mir nat�rlich die einzige katholische Universit�t im deutschsprachigen Raum ein Herzensanliegen, und ich
habe daf�r in den vergangenen Jahren sehr viel tun und auch k�mpfen m�ssen. Wenn ich jetzt zur�ckgehe in die Di�zese, in der
ich alle Weihen erhalten habe, dann bin ich eben auch bereit, im Gehorsam diesen Weg zu gehen, wie der heilige Willibald dem
damaligen Papst gesagt hat: Wohin du mich sendest, dorthin gehe ich. Mit Gottes Hilfe werden wir's schon packen und recht
machen." Die Di�zese Augsburg ist von der Katholikenzahl her etwa dreimal so gro� wie das Bistum Eichst�tt. Trotzdem,
sagt Bischof Mixa, wird er das Amt als Milit�rbischof behalten: "Und zwar aus dem Grund, weil die Di�zese Augsburg zwei
Weihbisch�fe hat. Ich habe bis jetzt keinen Weihbischof f�r mich erbeten gehabt in meiner Eigenschaft als Milit�rbischof, den
ich sicher bekommen h�tte. Ich behalte das Amt auch deshalb bei, weil ich als Milit�rbischof zum einen hervorragende
Mitarbeiter habe an meiner bisch�flichen Milit�rkurie in Berlin; und zum anderen weil ich hier mit jungen Leuten und auch mit
�lteren ins Gespr�ch komme, die teilweise von der Kirche weg sind, die gar nicht getauft sind, mit denen ich aber immer
wieder in ein ganz gutes Gespr�ch komme. Ich treffe dort immer wieder auf Leute, die wir in unseren Pfarrgemeinden und
Bist�mern so nicht mehr zu Gesicht bekommen." Walter Mixa wurde 1941 in Oberschlesien geboren und ist 1945 mit seiner
Familie nach Heidenheim an der Brenz ausgewandert. 1970 wurde er in Dillingen an der Donau zum Priester geweiht und war 21
Jahre lang Pfarrer in Schrobenhausen, bevor er 1996 von Johannes Paul II. zum Bischof von Eichst�tt ernannt wurde. Seit 2000
ist er auch katholischer Milit�rbischof in Deutschland. Drei Dinge seien es, so Bischof Mixa, die f�r ihn als Bischof von
Augsburg besonders wichtig sein werden: "Mir erscheint es f�r heute in der gesamten Kirche sehr wichtig, dass wir uns
neu und verst�rkt einsetzen f�r Ehe und Familie; das hei�t, jungen Menschen den Wert der Ehe und der Familie, nicht zuletzt
auch des Ehesakramentes, in einer anschaulichen und klaren Weise nahe zu bringen. Den zweiten Schwerpunkt sehe ich darin, vor
allen Dingen auch Leute, die nicht so nahe zur Kirche stehen, die auch ihre Zweifel oder Anfragen haben, durch gute
Gespr�che, �berzeugende Argumente wieder von der Kraft unseres Glaubens zu �berzeugen Und mein dritter Schwerpunkt wird der
sein, dass ich mich wirklich k�mmern werde mit Liebe und auch werbend um gute, �berzeugte, auch intelligente, aber auch
fromme Priester- und Ordensberufe." Die Amtseinf�hrung von Bischof Mixa wird voraussichtlich am 1. Oktober
stattfinden. (rv)
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01.07.05:
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Papst trifft Kasper und Levada
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Papst Benedikt XVI. hat heute gleich zwei seiner engsten Mitarbeiter
empfangen: Am Vormittag sprach er mit dem deutschen Kurien- kardinal Walter Kasper. Der Pr�sident des Einheitsrates war
k�rzlich von einer Reise nach Moskau und Gespr�chen mit Vertretern der russischen Orthodoxie zur�ckgekehrt. Am Abend trifft
Benedikt dann seinen Nachfolger im Amt des Pr�fekten der Glaubenskongregation, Erzbischof William Joseph Levada. (rv)
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8/2005
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23.08.05:
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WJT: Kard. Meisner, R�ckblick im Gl�ck
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Tag eins nach dem Weltjugendtag. Der Papst und auch die
meisten Pilger sind abgereist. Fazit ziehen ist angesagt, zum Beispiel auch in der abschlie�enden Pressekonferenz heute
Morgen. Zufrieden sa�en sie da nebeneinander: der Vorsitzende der deutschen Bischofskonfenz, Kardinal Karl Lehmann,
Jugendbischof Franz-Josef Bode, der Generalsekret�r des Weltjugendtags, Heiner Koch, und der Gastgeber, K�lns
Erzbischof und Kardinal Joachim Meisner. Der sprudelt vor Gl�ck: "Ich bin wirklich gl�cklich. Ich merke jetzt
schon, dass ich langsam Entzugserscheinungen bekomme. Die Spannung ist weg, und ich habe meinem Sekret�r gesagt, was
mach' ich denn mit der vielen Freizeit, die jetzt auf mich zukommt. Unsere Stadt K�ln war gepr�gt von einem
sympathischen Chaos, mit diesen vielen Menschen, und ich kann ihnen sagen, dass es nicht noch mehr Pannen gab hat mich
eigentlich gewundert." Seit Dienstag vergangener Woche schwebte Meisner auf Wolke sieben. Jahrelang hatte er
sich auf den Weltjugendtag gefreut, dem Papst ist er dann tagelang nicht von der Seite gewichen, immer mitten drin im
Jubel. Doch das gr��te Christentreffen auf deutschem Boden soll keine Eintagsfliege sein, sagt Meisner: "Das
darf hier nicht ein Event sein - der Papst ist weg und jetzt geht's im gewohnten Trott weiter." K�ln hat
Impulse gesetzt, sagt auch Jugendbischof Bode. Welche, das gilt es jetzt auch ganz rational zu
analysieren: "Wir m�ssen jetzt K�ln, das Erlebnis von K�ln eingemeinden in unsere Gemeinden, in unsere Gruppen,
in unsere Jugendpastoral, damit das, was hier geschehen ist auch weiter wirksam ist. Das ist wirklich Aufgabe auch der
Jugendkommission. Ich glaube, dass er Ablauf an sich schon fast ein jugendpastorales Paradigma ist. Wenn ich die Tage
der Begegnung nehme: dass man �berhaupt einmal den Blick weitet auf andere Kulturen hin und die miteinander in
Austausch bringt...Wir nicht nur um uns selbst kreisen..." Freude am Glauben ist das eine, aber: "Es
hat sich gezeigt, Jugend gewinnt Raum in der Kirche und Kirche gewinnt Raum bei der Jugend. Und das m�chte ich weiter
f�rdern mit all den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die daf�r in unserer Jugendarbeit bereit stehen und das mit
gro�er Freude wollen; weil sie jetzt einmal auch so vernetzt zusammen gearbeitet haben, werden sie es auch weiter - so
hoffe ich jedenfalls - positiv tun." Der Generalsekret�r Heiner Koch ist nat�rlich zufrieden, sehr sogar.
Pannen gab es, gibt er zu, aber die waren rein organisatorisch: "Wir mussten bei der Verpflegung nach dem
ersten Tag eine Notbremse in der personellen Leitung einlegen, da waren Versprechen ganz klar nicht eingehalten worden.
Das h�tte ich mir bei der Vorbereitung nicht gedacht. Dass das am ersten Tag so lief, habe ich nicht verstanden. Das
zweite ist: Am Marienfeld war die Verkehrsleitung meiner Ansicht nach nicht direktiv. Dass mehr kommen und dass
Jugendliche auch das mittragen k�nnen, das ist ok, aber ich glaube da war eine Schwachstelle." Und der
Vorsitzende des deutschen Episkopats? Lehmann ist beeindruckt von den Jugendlichen: "Mich hat eigentlich immer
wieder auch fasziniert, besonders in den Gottesdiensten, dass auf der einen Seite eine �bersch�umende Herzlichkeit und
Fr�hlichkeit da war, und trotzdem ist in den Gottesdiensten eine unglaubliche Ruhe und Stille gewesen, eine Sammlung,
eine Nachdenklichkeit... Das in Balance zu bringen, ist ja nicht einfach von au�en zu befehlen gewesen, das ist aus den
jungen Leuten selbst gekommen." In diesem Ausma� habe er das vorher nie erlebt, betont Lehmann. Und da geht es
ihm wohl so wie vielen Menschen mit dem Papst. Lehmann kann nur l�cheln: "Der Papst hat einen hervorragenden
Eindruck gemacht und vieles weggefegt, was manchmal in unserem Land in der letzten Zeit im Blick auf sein Bild
beschwerlich war. Ich habe mich ja immer dagegen gewehrt und habe gesagt: 'Der ist nicht so, ich kenne ihn lange
genug.' Er hat jetzt, ich glaube, auf alle, bestechend gewirkt. Und, was mir auch sehr wichtig erschien, er hat
sein Amt, seinen Petrusdienst mit W�rde ausgef�llt, aber macht auf sehr sehr viele Menschen durch sein bescheidenes
Auftreten einen positiven Eindruck." (rv)
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22.08.05:
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WJT: Bisch�fe ziehen positives Fazit
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Tag eins nach dem Weltjugendtag. Der Papst und auch die
meisten Pilger sind abgereist. Fazit ziehen ist angesagt, zum Beispiel auch in der abschlie�enden Pressekonferenz heute
Morgen. Zufrieden sa�en sie da nebeneinander: der Vorsitzende der deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Karl Lehmann,
Jugendbischof Franz-Josef Bode, der Generalsekret�r des Weltjugendtags, Heiner Koch, und der Gastgeber, K�lns
Erzbischof und Kardinal Joachim Meisner. Der sprudelt vor Gl�ck: "Ich bin wirklich gl�cklich. Ich merke jetzt
schon, dass ich langsam Entzugserscheinungen bekomme. Die Spannung ist weg, und ich habe meinem Sekret�r gesagt, was
mach' ich denn mit der vielen Freizeit, die jetzt auf mich zukommt. Unsere Stadt K�ln war gepr�gt von einem
sympathischen Chaos, mit diesen vielen Menschen, und ich kann ihnen sagen, dass es nicht noch mehr Pannen gab hat mich
eigentlich gewundert." Seit Dienstag vergangener Woche schwebte Meisner auf Wolke sieben. Jahrelang hatte er
sich auf den Weltjugendtag gefreut, dem Papst ist er dann tagelang nicht von der Seite gewichen, immer mitten drin im
Jubel Doch das gr��te Christentreffen auf deutschem Boden soll keine Eintagsfliege sein, sagt Meisner: "Das darf
hier nicht ein Event sein - der Papst ist weg und jetzt geht's im gewohnten Trott weiter." K�ln hat Impulse
gesetzt, sagt auch Jugendbischof Bode. Welche, das gilt es jetzt auch ganz rational zu analysieren: "Wir m�ssen
jetzt K�ln, das Erlebnis von K�ln eingemeinden in unsere Gemeinden, in unsere Gruppen, in unsere Jugendpastoral, damit
das, was hier geschehen ist auch weiter wirksam ist. Das ist wirklich Aufgabe auch der Jugendkommission. Ich glaube,
dass er Ablauf an sich schon fast ein jugendpastorales Paradigma ist. Wenn ich die Tage der Begegnung nehme: dass man
�berhaupt einmal den Blick weitet auf andere Kulturen hin und die miteinander in Austausch bringt...Wir nicht nur um
uns selbst kreisen..." Freude am Glauben ist das eine, aber: "Es hat sich gezeigt, Jugend gewinnt Raum in
der Kirche und Kirche gewinnt Raum bei der Jugend. Und das m�chte ich weiter f�rdern mit all den Mitarbeiterinnen und
Mitarbeitern, die daf�r in unserer Jugendarbeit bereit stehen und das mit gro�er Freude wollen; weil sie jetzt einmal
auch so vernetzt zusammen gearbeitet haben, werden sie es auch weiter - so hoffe ich jedenfalls - positiv
tun." Der Generalsekret�r Heiner Koch ist nat�rlich zufrieden, sehr sogar. Pannen gab es, gibt er zu, aber die
waren rein organisatorisch: "Wir mussten bei der Verpflegung nach dem ersten Tag eine Notbremse in der personellen
Leitung einlegen, da waren Versprechen ganz klar nicht eingehalten worden. Das h�tte ich mir bei der Vorbereitung nicht
gedacht. Dass das am ersten Tag so lief, habe ich nicht verstanden. Das zweite ist: Am Marienfeld war die
Verkehrsleitung meiner Ansicht nach nicht direktiv. Dass mehr kommen und dass Jugendliche auch das mittragen k�nnen,
das ist ok, aber ich glaube da war eine Schwachstelle." Und der Vorsitzende des deutschen Episkopats? Lehmann
ist beeindruckt von den Jugendlichen: "Mich hat eigentlich immer wieder auch fasziniert, besonders in den
Gottesdiensten, dass auf der einen Seite eine �bersch�umende Herzlichkeit und Fr�hlichkeit da war, und trotzdem ist in
den Gottesdiensten eine unglaubliche Ruhe und Stille gewesen, eine Sammlung, eine Nachdenklichkeit... Das in Balance zu
bringen, ist ja nicht einfach von au�en zu befehlen gewesen, das ist aus den jungen Leuten selbst gekommen." In
diesem Ausma� habe er das vorher nie erlebt, betont Lehmann. Und da geht es ihm wohl so wie vielen Menschen mit dem
Papst. Lehmann kann nur l�cheln: "Der Papst hat einen hervorragenden Eindruck gemacht und vieles weggefegt, was
manchmal in unserem Land in der letzten Zeit im Blick auf sein Bild beschwerlich war. Ich habe mich ja immer dagegen
gewehrt und habe gesagt: 'Der ist nicht so, ich kenne ihn lange genug.' Er hat jetzt, ich glaube, auf alle,
bestechend gewirkt. Und, was mir auch sehr wichtig erschien, er hat sein Amt, seinen Petrusdienst mit W�rde ausgef�llt,
aber macht auf sehr sehr viele Menschen durch sein bescheidenes Auftreten einen positiven Eindruck." (rv)
WJT: Die deutsche Presse ist zufrieden Pater Eberhard von
Gemmingen sucht nach dem Fazit im deutschen Bl�tterwald. Die Presseschau vom 22. August 2005: Die "Frankfurter
Allgemeine Zeitung" meint, Papst und Jugend sind in der �berzeugung geeint, dass es eine bessere Welt geben kann.
Die Jugend verehre in ihm nicht den deutschen Benedikt, sondern eben den Papst, der die Einheit der Weltkirche
symbolisiere. Freilich meint die FAZ, dass sich in der Kirche Deutschlands nichts bessern werde, solange geredet wird:
�ber Geld statt leere Kirchen, �ber Stellenpl�ne statt Liturgie, solange die Kirche nicht merke, dass sie selbst Schuld
sei, wenn die Jugend nicht zu ihr komme. F�r Benedikt stimme �brigens nicht mehr, dass der Prophet im eigenen Land
nichts gilt. Die "Frankfurter Rundschau" ist sehr kritisch mit Papst und Kirche. In K�ln habe sich eine
selbstsichere Kirche gezeigt, die meint alle St�rme zu �berstehen. Das sei ein Traumbild, aber es sei Trug. Der
Kommentator beklagt, dass hinter den Benedetto-Rufen kein eindeutiges Bekenntnis stehe. Und Papst Benedikt wolle leider
in die Vergangenheit zur�ck. Die vielen Kritiker dieser Tendenz k�nne er aber nur gewinnen, wenn sich seine Umgebung
nicht triumphal gebe. Er selbst sei allerdings bescheiden aufgetreten. Auf dem Weltjugendtag habe die deutsche Kirche
ihre Flucht vor Argumenten und Diskussionen gefeiert. Die "S�ddeutsche Zeitung" lobt und kritisiert den
Papst. Gut sei, dass er nicht Moralin und Enthaltsamkeit gepredigt hat. Hier sei er besser gewesen als sein Vorg�nger.
Seine Reden h�tten aber nicht �berzeugt. Er habe haupts�chlich versucht, keine Fehler zu machen. Mancher Jugendlicher
habe seine Begeisterung durch die Papstreden verloren. Die Jugend selbst aber wird gelobt. Sie h�tte nicht einfach ein
Event gefeiert, sie sei ernsthaft und still. Die Jugend suche Gebet und Diskussionen. Die fr�here Unterscheidung
zwischen fromm und politisch gebe es heute nicht mehr. Dennoch - der WJT werde nichts bewirken, Kirchenmitglieder
werden weglaufen. Seminare und Orden werden immer leerer. Die Kirche m�sse entscheiden, wie modern oder wie
verschlossen sie sein wolle, wie sie die Jugendlichen gewinnen wolle. Eines aber habe der Weltjugendtag erreicht, dass
Papst Benedikt ver�ndert sei. Er sei freier nach Hause gefahren. Der Kommentator der "Welt" meint, die
Kirche m�sse sich entscheiden zwischen Dogma und Leben. Beides zusammen gehe nicht. Denn in K�ln habe sich gezeigt,
dass die Kirche nicht uniform und monolithisch sei. Friedlich h�tten Enthaltsame mit denen zusammen gefeiert, die Sex
vor der Ehe praktizierten. Das Fest habe auch gezeigt, dass die Kirche nicht auf Gebote oder Verbote zu reduzieren sei.
Die Jugend habe deutlich gemacht, dass f�r sie die Frage nach Gott im Zentrum stehe. Der Event - Charakter sei f�r sie
Nebensache. Der Kommentator aber meint, das Dogma m�sse erkennen, dass das Leben unter anderen Gesetzen stehe. Die
Kirche m�sse lernen, die Pluralit�t zu leben (rv)
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21.08.05:
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BERICHTERSTATTUNG VOM WELTJUGENDTAG IN K�LN
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Vor einer Million Menschen in K�ln hat Papst Benedikt XVI. eine gewisse
Gottvergessenheit unserer Zeit beklagt und davor gewarnt, sich eine eigene Religion zu basteln so was lasse einen im
Moment der Krise im Stich. Gestern Abend hatte der Papst auf dem Marienfeld erkl�rt, Kritik an der Kirche sei
erlaubt, sie sei eine gro�e Familie. Heute endet nicht nur der zwanzigste Weltjugendtag, sondern auch die erste Reise
des neuen Papstes: Heute Abend wird er in Rom zur�ckerwartet. Vorher trifft sich Papst Benedikt mit den deutschen
Bisch�fen, danach mit dem Organisationskomitee dieses Weltjugendtags. Am Abend wird Bundespr�sident Horst K�hler ihn
am Flughafen K�ln-Bonn verabschieden; dabei wird Benedikt XVI. eine Ansprache halten seine letzte auf deutschem
Boden. Um 21.45 Uhr wird der Papst in Rom zur�ckerwartet; er will gleich weiterfahren in seine Sommerresidenz Castel
Gandolfo, um sich vom Besuch in der Heimat zu erholen.
Papst feiert zum Abschluss Eucharistie auf dem Marienfeld
�Wir sind gekommen, um ihn anzubeten dieses WJT-Motto pr�gte auch die Messfeier heute morgen auf dem K�lner
Marienfeld: Unter grauverhangenem Himmel eine w�rdige, mal ausgelassene, mal besinnliche Eucharistiefeier.
Hunderttausende haben die Nacht auf dem Feld verbracht, der Malteser Hilfsdienst, der seinen gr��ten Einsatz seit der
Schlacht von Lepanto leistet, spricht von mehreren Unterk�hlten, eine Frau bekommt Wehen, im nahen Krankenhaus wird
eine kleine Benedikta geboren. Der Papst ist f�r die Meisten nur ein kleines P�nktchen oben auf dem Papsth�gel, �ber
dem raumschiffartig ein wei�es Dach ruht. Aus Sicherheitsgr�nden um panikartige Momente wie am Vorabend zu verhindern
muss Benedikt diesmal auf eine gro�e Rundfahrt im Papamobil mitten durch die Jugendlichen verzichten; er entschuldigt
sich auf sympathische Weise daf�r. Ein Gru�wort von Kardinal Meisner auch ein Gru�wort vom Pr�sidenten des
P�pstlichen Laienrates, Erzbischof Stanislaw Rylko. Musik eines Essener Komponisten: die Missa Mundi, mit
Instrumenten aus aller Welt. Einmal wird eine indische Sitar gezupft; dann ert�nt ein Horn der australischen
Ureinwohner. Und immer wieder das Mottolied dieses Weltjugendtags: Wir sind gekommen, um ihn
anzubeten. Riesenbeifall, als der Papst am Schluss der Feier bekannt gibt: Den n�chsten Weltjugendtag au�erhalb
Roms gibt's 2008 im australischen Sydney! Der Papst geht mit etwas unsicherem Schritt, l�chelt etwas versch�mt,
freut sich aber doch sichtlich �ber Applaus und Benedetto-Rufe. Das Evangelium erz�hlt noch einmal die Suche der
Sterndeuter aus dem Osten. Der Papst betonte in seiner in f�nf Sprachen gehaltenen Predigt, dass Religi�ses zwar
boome, aber Religion nicht selten "quasi ein Produkt des Konsums" werde. Jeder w�hle, was ihm gefalle. In
seiner Ansprache ging Benedikt XVI. besonders auf das Sakrament der Eucharistie und die Bedeutung des Sonntags
ein. Die F�rbitten werden in allen m�glichen Sprachen gesprochen, u.a. im afrikanischen Bambara, auch Senioren
wirken hier mit, als Zeichen, dass in der Kirche alle Generationen zusammengeh�ren. Als einmal Papst Johannes Paul
II. gew�rdigt wird, klatscht auch der neue, deutsche Papst von seinem Stuhl aus. Bei der Gabenprozession bringen
tats�chlich Heilige Drei K�nige in Wirklichkeit Sternsinger aus Aachen Gold, Weihrauch und einen Myrrhe-Zweig aus dem
Heiligen Land zum Papst. Nach der Messe eine kleine Sendungsfeier: Kardinal Joachim Meisner vom Papst mal aus
Versehen Johann genannt �berreicht Jugendlichen von allen Kontinenten Teile des Weltjugendtag-Logos. Sie sollen den
Geist von K�ln in ihren L�ndern verbreiten. In diesem Moment sind das Verkehrschaos, die K�lte der Nacht, die
�berm�dung und mancher �rger �ber die Organisation vergessen. Es ist ein eindrucksvoller Schlusspunkt f�r K�lns, ja
Deutschlands gr��tes Glaubenstreffen aller Zeiten.
Nachtwache zur Vorbereitung
Gestern Abend hatte der Papst auf dem Marienfeld eine Gebetsvigil mit Jugendlichen gefeiert. Dabei brach zwar die
Organisation stellenweise zusammen; �ber 800.000 junge Menschen wurden aber entsch�digt durch eine bestechende
Licht-Regie und Lichtsymbolik. Der Papst meinte, man k�nne die Kirche ruhig kritisieren, sie bestehe aus fehlbaren
Menschen; sie sei nun einmal eine Familie. Doch in Momenten wie dem Weltjugendtag merke man ja auch das Sch�ne daran,
an diesem Famili�ren die Gemeinschaft in Christus.. Die Nacht mit Gebeten, Ges�ngen und Anbetung des Allerheiligsten
soll auf die Messfeier mit Papst Benedikt XVI. vorbereiten. Den ganzen Samstag zogen Hunderttausender junger Menschen
auf das Marienfeld, eine ehemalige Braunkohle-Grube bei Kerpen. 700.000 Jugendliche meldete die Verkehrsleitzentrale
schon gegen 19 Uhr. Am Samstag Abend, gegen 20 Uhr, traf auch der Papst dort ein. Eine �Kathedrale f�r einen Tag
erhebt sich auf dem Marienfeld: 27 Leuchts�ulen, die f�r die deutschen Bist�mer stehen. Eine Nacht mit dem Papst im
Zeichen des Lichtes: mit mehr als 12.000 strahlenden Kerzen, um den Papsth�gel und das Kreuz der Weltjugendtage zu
erleuchten. Auch das �Licht von Bethlehem, das allj�hrlich nach Europa und auch nach Deutschland gebracht wird,
spielt eine Rolle bei der Feier dieser Nacht. Dem Pontifex werden auch die Texte all der Gebete �berreicht, die
Jugendliche im Geistlichen Zentrum des Weltjugendtags direkt am Rhein in diesen Tagen geschrieben haben. Papst
Benedikt selbst hielt eine pers�nliche, ans Herz gehende Predigt, in jugendgem��er Sprache und warmem Tonfall, so gar
nicht professorenhaft, deutsch, englisch, franz�sisch und spanisch: die Sendung der drei Weisen aus dem Morgenland
ins Heute �bersetzt.
Das Treffen mit Islam-Vertretern. Reaktionen.
Neuer Impuls f�r den interreligi�sen Dialog zwischen Christentum und Islam: Nach Benedikts Treffen mit
muslimischen Vertretern am fr�hen Samstagabend haben sich beide Seiten positiv �ber die Begegnung ge�u�ert. Kardinal
Karl Lehmann, der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz: "Wir sind zun�chst gl�cklich, dass es zu
dieser Begegnung gekommen ist. Allein schon die Begegnung in dieser sehr friedlichen und verst�ndnisvollen Atmosph�re
war wichtig. Der Heilige Vater hat mit sehr kr�ftigen Worten hervorgehoben, dass der interreligi�se Dialog, vor allem
aber der zwischen Christen und Muslimen, wie er sagte, von vitaler Notwendigkeit ist. Dieser zentrale Satz bekr�ftigt
vieles, was sein Vorg�nger gesagt hat." Auch der Pr�sident der T�rkisch Islamischen Union DITIB, der das
Gru�wort an Benedikt gesprochen hatte, hob den positiven Gespr�chsverlauf hervor. Es gebe viele Gemeinsamkeiten der
Religionen die Heiligkeit des Lebens sei nur eine davon. Und das ist das Fazit von Nadeem Elyias vom Zentralrat der
Muslime in Deutschland: "Das Treffen und das Gespr�ch mit Papst Benedikt XVI. war f�r uns nicht gro�, eine
H�flichkeitsgeste. Es ist f�r uns ein Signal, wir verbinden mit diesem Signal mehr Mut, mehr Sicherheit und mehr
Vertrauen zueinander in beide Richtungen, dass die Muslime und die Christen mehr Mut zum Gespr�ch miteinander fassen,
und dass wir den Dialog nicht nur als Gespr�che auffassen, sondern dass wir daraus gemeinsame Aktionen planen und
durchf�hren. Wir erhoffen uns von Papst Benedikt XVI., dass er in seiner Amtszeit den Dialog zu einem st�ndigen Forum
gestaltet gemeinsam mit der islamischen Welt, damit die Probleme �berall in der Welt gemeinsam behandelt werden, und
dass wir Muslime und Christen einen Strich unter die schwarzen Kapitel unserer gemeinsamen Geschichte
ziehen."
Treffen mit Islamvertertern: Papst, Fehler nicht wiederholen
Benedikt XVI. hat am Abend im Erzbisch�flichen Palais in K�ln f�hrende Islam-Vertreter empfangen. In der
Vergangenheit h�tten sich "die Beziehungen zwischen Christen und Muslimen nicht immer durch gegenseitige Achtung
und durch Verst�ndnis ausgezeichnet", sagte der Papst vor der 10-k�pfigen Delegation. Im Namen der Religion
seien Grausamkeiten begangen worden und diese Fehler d�rften nicht wiederholt werden. Gemeinsam m�ssten sich Christen
und Moslems gegen jede Form von Intoleranz und Gewalt stellen. Terrorismus sei immer pervers.
Die Jugendlichen sind das Beste. Ein Kommentar.
Es geht um die Jugendlichen. Und die sind das Gro�artigste, was dieser Weltjugendtag zu bieten hat - sagt
Pater Eberhard von Gemmingen in seinem Kommentar: "Ich bin der Ansicht, dass das Interesse der breiten
�ffentlichkeit und der Medien sich beim WJT nicht auf das Wichtigste richtet. Ich muss das erkl�ren: Dass ein Papst
sich mit Vertretern anderer Kirchen und mit Politikern trifft, ist eigentlich schon normal, ebenso dass er mit
Seminaristen betet und mit Muslimen spricht. Hervorgehoben wird zu Recht, dass er die Synagoge in K�ln besucht hat.
Das ist wirklich historisch. Am Wichtigsten und doch am Wenigsten beachtet ist aber doch das Verhalten der
Jugendlichen hier in K�ln. Wer sie aufmerksam beobachtet, sieht nicht nur, dass sie singen und tanzen und fr�hlich
sind, sondern er kann auch sehen, dass sie unglaublich geduldig und tolerant sind. Sie warten stundenlang, dass sie
endlich in den K�lner Dom und zum Schrein der Heiligen Drei K�nige kommen, denn das geh�rt zum Wallfahrtsprogramm.
Sie trinken nicht, sie schreien nicht, sie geraten nicht in Panik, wenn es pl�tzlich stark regnet. Sogar die K�lner
Polizei ist erstaunt �ber so viel Disziplin. Und wer noch ein wenig genauer hinschaut, der sieht sie auch beten und
meditieren - fr�h am Morgen und sp�t am Abend und immer wieder zwischendurch. Das Verhalten dieser Jugendlichen ist
das Sch�nste und Erstaunlichste bei diesem Weltjugendtag. Dar�ber sollten sich die Fachleute, die die �ffentliche
Meinung mitpr�gen, noch Gedanken machen. Auch die Journalisten, die immer nur nach Liberalisierung der Kirche rufen,
sollten bemerken, dass f�r die Jugend offenbar etwas anderes gilt: Sie sucht - jedenfalls die Jugend hier in K�ln -
Vorbilder, Herausforderung, Qualit�t und nicht Glaube zu erm��igten Preisen. Es ist vielleicht gerade f�r
Journalisten sehr m�hsam festzustellen, dass die Lage der Menschen doch anders ist, als man sie sich immer
vorgestellt hatte." (rv)
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20.08.05:
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Positive Reaktionen auf Papst-�kumene
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Ein positives Signal f�r die �kumene - so bewerteten
Vertreter beider Seiten die gestrige Begegnung von Papst Benedikt mit Repr�sentanten orthodoxer und evangelischer
Kirchen. Bei der Zusammenkunft mit 30 �kumenevertretern rief der Papst in K�ln zu mehr Anstrengungen in der �kumene
auf. Die Spaltung der Christenheit stehe im Kontrast zum Willen Jesu. Nat�rlich war auf katholischer Seite auch
der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Karl Lehmann, mit dabei. Er hatte den Papst herzlich im
Stammland der Reformation begr��t, und ihm f�r das Signal, das er mit diesem �kumene-Treffen setze, gedankt. Lehmanns
Bilanz im Anschluss: �Ich bin sicher, dass ist eine gute Ermutigung auf unserem �kumenischem Weg in unserem
Land." Au�er Frage steht f�r den Mainzer Oberhirten aber auch, �dass man in der �kumene erst mal sehr viele
in der eigenen Kirche gewinnen muss, die mitgehen auf dem Weg, und die nicht einfach bremsen und blockieren. Zweitens
muss man ja immer wieder den Konsens finden mit den Partnern auf der anderen Seite. Das kann man nicht erzwingen, das
kann auch kein Papst. Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Wolfgang Huber, sprach
sich f�r einen �ehrlichen Dialog" zwischen Protestanten und Katholiken aus. Teil davon seien auch die Themen
Abendmahl und Frauenordination. Bisch�finnen geh�rten der Delegation der deutschen Lutheraner aber nicht an. Nach dem
Treffen war Huber zufrieden: �Die Begegnung mit Papst Benedikt hier in K�ln war ein gutes Zeichen f�r die �kumene. Es
war eine Begegnung, die von Offenheit f�reinander gepr�gt war, von wechselseitigem Respekt, von Geschwisterlichkeit
von gemeinsamer Verpflichtung auf die Botschaft des Evangeliums." Doch Huber wehrt sich entschieden dagegen,
um jeden Preis sich einander anzun�hern. �Es war eine Begegnung, die konkreten Fragen keineswegs ausgewichen ist, die
eine Grundlinie gezeigt hat, in der wir das �kumenische Gespr�ch fortf�hren k�nnen, und deswegen gehe ich aus diesem
Gespr�ch zuversichtlich heraus." Fortschritt im Dialog hie�e nicht, Unterschiede einfach abzuschleifen. Wer
das glaubt, k�nne nur entt�uscht werden, so der EKD-Mann. "Ich glaube, wir sind gegenw�rtig in einer Phase der
�kumene der Profile, die uns dazu n�tigt, nicht nur auf erreichte Gemeinsamkeiten stolz zu sein, sondern zugleich
Verschiedenheiten im wechselseitigen Respekt wahrzunehmen. Das ist glaube ich auch der einzige Weg, der schlie�lich
zu einem wechselseitigen Respekt f�r die jeweiligen kirchlichen �mter f�hren wird. Und wir alle wissen, dass das ein
wichtiges Element auf dem Weg ist, die gro�e, schwierige und dr�ngende Abendmahlsfrage zu l�sen." (rv)
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19.08.05:
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Papst in der Synagoge
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Papst Benedikt XVI. betonte bei seinem Besuch in der
Synagoge seine Sehnsuch nach Freundschaft zwischen Christen und Juden, die er selbst gerne als "fratres maiores
- �ltere Br�der" bezeichnet. Wir dokumentieren hier die Kerns�tze der Papst-Ansprache: Schalom lechem!
… Auch bei dieser Gelegenheit m�chte ich versichern, dass ich beabsichtige, den Weg zur Verbesserung der
Beziehungen und der Freundschaft mit dem j�dischen Volk, auf dem Papst Johannes Paul II. entscheidende Schritte getan
hat, weiterzuf�hren… Im 20. Jahrhundert hat in der dunkelsten Zeit deutscher und europ�ischer Geschichte eine
wahnwitzige neuheidnische Rassenideologie zu dem staatliche geplanten und systematisch ins Werk gesetzten Versuch der
Ausl�schung des europ�ischen Judentums gef�hrt, zu den, was als die Schoah in die Geschichte eingegangen ist….
Weil man die Heiligkeit Gottes nicht mehr anerkannte, wurde auch die Heiligkeit menschlichen Lebens mit F��en
getreten… Ich mache mir zu eigen, was mein verehrter Vorg�nger zum 60. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz
geschrieben hat, und sage ebenfalls: �Ich neige mein Haupt vor allen, die diese Manifestation des mysterium
iniquitatis erfahren haben.“ Die f�rchterlichen Geschehnisse von damals m�ssen unabl�ssig die Gewissen wecken,
Konflikte beenden und zum Frieden ermahnen… Sowohl die Juden als auch die Christen erkennen in Abraham ihren
Vater im Glauben und berufen sich auf die Lehren Moses und der Propheten. Die Spiritualit�t der Juden wird wie die
der Christen aus den Psalmen gespeist. Mit dem Apostel Paulus sind die Christen �berzeugt, dass Gnade und Berufung,
die Gott gew�hrt, unwiderruflich sind. In Anbetracht der j�dischen Wurzeln des Christentums hat mein verehrter
Vorg�nger in Best�tigung eines Urteils der deutschen Bisch�fe gesagt: Wer Jesus Christus begegnet, begegnet dem
Judentum. Deshalb beklagt die Konzilserkl�rung Nostra aetate alle Hassausbr�che, Verfolgungen und Manifestationen des
Antisemitismus, die sich zu irgendeiner Zeit und von irgend jemand gegen das Judentum gerichtet haben. Gott hat uns
alle als sein Abbild geschaffen und uns dadurch mit einer transzendenten W�rde ausgezeichnet. Vor Gott besitzen alle
Menschen die gleiche W�rde, unabh�ngig davon, welchem Volk, welcher Kultur oder Religion sie angeh�ren. Aus diesem
Grund spricht die Erkl�rung Nostra aetate auch mit gro�er Hochachtung von den Muslimen und den Angeh�rigen anderer
Religionen… Die Kirche wei� sich verpflichtet, diese Lehre in der Katechese und in jedem Aspekt ihres Lebens an
die nachwachsenden Generationen, die selbst nicht mehr Zeugen der schrecklichen Ereignisse vor und w�hrend des
Zweiten Weltkrieges waren, weiterzugeben. Das ist insofern eine Aufgabe von besonderer Bedeutung, als heute leider
erneut Zeichen des Antisemitismus und Formen allgemeiner Fremdenfeindlichkeit auftauchen. Sie sind Grund zur Sorge
und zur Wachsamkeit… Wir m�ssen uns noch viel mehr und viel besser gegenseitig kennenlernen. Deshalb ermutige
ich zu einem aufrichtigen und vertrauensvollen Dialog zwischen Juden und Christen… Unser reiches gemeinsames
Erbe und unsere an wachsendem Vertrauen orientierten geschwisterlichen Beziehungen verpflichten uns, gemeinsam ein
noch einhelligeres Zeugnis zu geben und praktisch zusammenzuarbeiten in der Verteidigung und F�rderung der
Menschenrechte und der Heiligkeit des menschlichen Lebens, f�r die Werte der Familie, f�r soziale Gerechtigkeit und
f�r den Frieden in der Welt… �Der Herr gebe Kraft seinem Volk. Der Herr segne sein Volk mit Frieden.“(rv)
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18.08.05:
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Papst Benedikt XVI. auf seiner ersten Auslandsreise
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Kurz vor 12 Uhr ist die Alitalia-Maschine mit Benedikt
XVI. an Bord in K�ln gelandet. Sonnenschein, roter Teppich, jubelnde Pilger, viel Polizei - so war die Ankunft in
K�ln-Bonn. Das Flugzeug vorne mit der deutschen und der vatikanischen Flagge geschm�ckt, erwartungsvolle Gesichter
bei den Kardin�len Meisner und Lehmann, auch beim fr�heren Sekret�r Kardinal Ratzingers, Vatikan-Bischof Josef
Clemens. Beifall, als der Papst die Gangway herunterkommt; das K�ppchen fliegt ihm weg, die Soutane weht, und seine
wei�en Haare. Kein Bodenkuss wie noch bei Johannes Paul, aber ein H�ndedruck f�r das Pr�sidenten-Ehepaar K�hler und
f�r das Kanzler-Ehepaar Schr�der. Benedikt l�chelt verhalten, ist sparsam in der Gestik, plaudert kurz mit Doris
Schr�der-K�pf, die auch aus Bayern kommt, und verneigt sich jedes Mal leicht, wenn er jemanden begr��t. Eine
Bundeswehr-Formation ist angetreten, spielt die Hymnen beider Staaten. "Benedetto", skandieren Jugendliche,
versuchen eine La-Ola-Welle. "Heiliger Vater, so geht das schon seit Tagen hier in der Gegend - die Fr�hlichkeit
ist auch hier!", sagt Bundespr�sident Horst K�hler. "Willkommen in der Heimat, willkommen in
Deutschland!" Der Papst ist sichtlich ger�hrt. "Nach dem Papst aus Polen", so K�hler, "ist nun
jemand aus der so genannten Flakhelfer-Generation zum Nachfolger des Heiligen Petrus gew�hlt worden. Dass es so
gekommen ist, das gibt mir Zuversicht - sechzig Jahre nach dem Ende der menschen- und gottfeindlichen Ideologie, die
in Deutschland herrschte." Er freue sich auch als Protestant, so der Pr�sident, dass ein Deutscher Papst
geworden sei. In Deutschland spielten die christlichen Kirchen eine lebendige Rolle, und er sei sehr froh dar�ber.
K�hler lobt soziales Engagement und politische Rolle der Kirchen, bekommt viel Applaus, als er den verstorbenen
Johannes Paul II erw�hnt. Eine engagierte, tolle Rede. Die Papst-Ansprache mit Lesebrille und den typischen
Professoren-Gesten mit der rechten Hand, aber schon nach einem Satz weicht Benedikt von seinem Redemanuskript ab,
erw�hnt sein Interview mit Radio Vatikan, sagt, wie er sich freut, jetzt bei den Jugendlichen aus aller Welt zu sein.
Zu Pr�sident K�hler gewandt, meint er: "Ich wusste gar nicht, dass jemand, der in der Wirtschaft lebt, auch
soviel Philosoph und Theologe sein kann!" Als erneut "Benedetto" skandiert wird, scherzt der Papst:
"Ja, das werden wir in diesen Tagen noch �fter h�ren, nicht?" Nach seiner Rede begr��t Benedikt einige der
Pilger und der WJT-Freiwilligen, winkt freundlich, danach wird er ins Erzbisch�fliche Haus zum Mittagessen gefahren.(
rv)
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18.08.05:
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Papst im Anflug
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Papst Benedikt XVI. ist zu seiner ersten
Auslandsreise aufgebrochen. Kurz nach zehn Uhr startete die Maschine der italienischen Alitalia mit dem Papst an
Bord am r�mischen Flughafen Ciampino in Richtung K�ln; dort wird das Kirchenoberhaupt gegen Mittag eintreffen. Rund
400.000 Pilger erwarten den Papst in der Domstadt. Am Flughafen werden ihn unter anderem Bundespr�sident Horst
K�hler und Bundeskanzler Gerhard Schr�der empfangen. Kurz vor dem Abflug sagte Benedikt XVI. den Journalisten
im Flugzeug, er sei sehr bewegt, in seine Heimat zu fliegen. Er freue sich auf das Treffen mit der Jugend und
begebe sich nun mit ihr auf Pilgerfahrt. Der Stern Christi schaffe Gemeinschaft und sei ein Zeichen des Friedens.
Der Weltjugendtag sei ein Treffen der Jugend aller Kulturen und der ganzen Welt, betonte der Papst. Die Jugend
mache deutlich, welchen Wert das Christentum auch heute habe; sie sei eine eine Hoffnung f�r den Frieden. (rv)
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14.08.05:
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BENEDIKT XVI. IM EXKLUSIV-INTERVIEW:
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Der Weltjugendtag und damit die erste Auslandsreise
von Papst Benedikt XVI. stehen unmittelbar bevor. In Castelgandolfo stellte sich der Papst den Fragen von Pater
Eberhard von Gemmingen. Wir dokumentieren das Interview im Wortlaut: �Heiliger
Vater, Sie haben am 25. April gesagt: Ich freue mich auf K�ln. K�nnen Sie diese Freude ein bisschen
konkretisieren?” Ja - in vieler Hinsicht, erstens habe ich im Rheinland sch�ne Jahre verbracht,
sodass ich mich einfach freue, wieder mal den Charakter des Rheinlands zu atmen, diese weltoffene Stadt und all
das, was damit verbunden ist. Dann �berhaupt, dass die Vorsehung es gewollt hat, dass meine erste Auslandsreise
nach Deutschland geht. Ich h�tte nicht gewagt, das einzurichten. Aber wenn einem der liebe Gott das sozusagen
antut, darf man sich dar�ber freuen. Und auch, dass diese erste Auslandsreise eine Begegnung mit jungen Menschen
aus aller Welt ist. Der Jugend zu begegnen, ist immer etwas Sch�nes, weil sie voller Probleme - vielleicht - aber
auch voller Hoffnung, voller Schwung und Erwartungen ist, weil in ihr die Dynamik der Zukunft steckt, und weil die
Begegnung mit ihr auch einen selber dann wieder schwungvoller, freudiger und offener macht. Das sind so eine Reihe
von Motiven, die diese Freude bei mir inzwischen verst�rkt und nicht etwa vermindert haben. �Heiliger Vater, k�nnen Sie sagen, was Sie der Jugend der Welt vor allem vermitteln wollen?
Was ist die Hauptsache, die Sie �r�berbringen wollen?” Ja - ich m�chte ihnen zeigen, dass es
sch�n ist, ein Christ zu sein, denn es besteht ja weithin die Idee, Christentum sei eine Menge von Geboten und
Verboten, Lehrs�tzen, die man einhalten muss und dergleichen und insofern etwas M�hseliges und Belastendes. Man sei
freier, wenn man diese Last nicht habe. Ich m�chte demgegen�ber deutlich machen: sozusagen von einer gro�en Liebe
und Erkenntnis getragen zu sein, ist nicht etwa ein Gep�ck, sondern sind Fl�gel, und es ist sch�n, ein Christ zu
sein, mit dieser Erfahrung, dass es uns das Weite gibt, dass uns das auch eine gro�e Gemeinschaft gibt, dass wir
als Christen eben nie allein sind - in dem Sinn, dass immer Gott bei uns ist, aber auch, dass wir immer miteinander
in einer gro�en Gemeinschaft stehen, Weggemeinschaft sind, ein Projekt der Zukunft haben und damit eben wirklich
ein Dasein, das sich lohnt - die Freude am Christsein, dass es sch�n und auch richtig ist, zu glauben. �Heiliger Vater, Papstsein hei�t Br�ckenbauer sein, Pontifex sein. Nun hat die Kirche
eine alte Weisheit und Sie begegnen einer schwungvollen Jugend, die aber noch nicht allzu viel Weisheit besitzt Wie
kann eine Br�cke gebaut werden zwischen dieser alten Weisheit - auch eines doch ein wenig betagten Papstes - und
einer Jugend? Wie geht das?” (lacht) Ja - wir werden sehen, inwieweit der Herr mir hilft. Aber
jedenfalls Weisheit in sich ist nicht etwas Abgestandenes - wie wir im Deutschen ein bisschen dieses Wort �Weisheit
mit diesem Geschmack verbinden, sondern ist Verstehen dessen, worum es geht, ist der Blick aufs Wesentliche. Die
jungen Menschen wollen nat�rlich das Leben erst erlernen, es selber neu entdecken, nicht einfach von anderen
vorgekaut bekommen. Das ist vielleicht der Gegensatz, den man da sehen k�nnte. Aber zugleich ist Weisheit eben
gerade das, was eben �Welt interpretiert, was auch immer wieder neu ist, weil es in den neuen Kontexten dann wieder
hinf�hrt auf das, worauf es ankommt und wie man das, worauf es ankommt, verwirklichen kann. Insofern ist - glaube
ich - das Sprechen, Glauben, Leben von etwas heraus, das der Menschheit geschenkt worden ist und ihr Lichter
aufgesteckt hat, nicht Vorkauen von etwas Abgestandenem, sondern ist gerade - sozusagen - der Dynamik der Jugend
angemessen, die ja auch nach dem Gro�en, nach dem Ganzen fragt. Und darum geht es in der Weisheit des Glaubens,
dass wir nicht eine Menge von Details kennen - die sind f�r jeden Beruf wichtig - aber, dass wir �ber allen Details
wissen, worum es im Leben geht und wie Menschsein, wie Zukunft zu gestalten ist. �Heiliger Vater, Sie haben auch gesagt: �Die Kirche ist jung, sie ist nichts Altes. K�nnen Sie
noch ein bisschen genauer sagen, was Sie damit meinen?” Ja, sie ist zun�chst jung, sagen wir,
in dem biologischen Sinn, dass ihr sehr viele junge Menschen angeh�ren. Sie ist aber auch in dem Sinne jung, dass
ihr Glaube sozusagen aus dem frischen Quell Gottes selber kommt, von daher also, wo das wirklich Neue und
Erneuernde da ist. Das ist nicht eine abgestandene Kost, die wir seit 2000 Jahren haben und die immer wieder
aufgekocht wird, sondern Gott selbst ist der Quell aller Jugend und allen Lebens. Und wenn der Glaube eben eine
Gabe ist, die von ihm her kommt sozusagen das frische Wasser, das uns immer wieder gegeben wird, mit dem wir
dann leben k�nnen und das wir sozusagen als Kraft in die Wege der Welt einspeisen d�rfen - dann ist eben Kirche
eine verj�ngende Kraft. Es gibt einen Kirchenvater, der einmal die Kirche gesehen hat und dabei das Sonderbare sah,
dass sie im Lauf der Jahre nicht �lter, sondern immer j�nger wird, weil sie immer mehr dem Herrn entgegengeht, das
hei�t immer mehr der Quelle entgegen, von der Jungsein, von der Neuheit, Erfrischung, die frische Kraft des Lebens
kommt. �Sie kennen ja die Kirche in Deutschland besser als ich und wir alle,
und da kommt die Frage nach der �kumene, nach der Kircheneinheit zwischen der katholischen und den evangelischen
Kirchen, eine zentrale Frage. Und es gibt vielleicht utopische Hoffnungen, dass der Weltjugendtag einen Durchbruch
in Sachen �kumene bringen k�nnte. Spielt �kumene dabei eine kleine, eine mittlere, eine gro�e Rolle?”
Ja - sie ist in sofern da, als der Auftrag zur Einheit, der das ganze Wesen der Kirche durchdringt, nicht
irgendeine marginale Aufgabe am Rande ist. Gerade wenn man den Glauben zentral lebt und behandelt, ist er Aufbruch
zur Einheit hin. Die konkreten �kumenischen Gespr�ch sind nat�rlich nicht so gro� geschrieben, weil es ja vor allem
eine Begegnung von katholischen jungen Menschen aus der ganzen Welt ist - freilich auch von solchen, die nicht
katholisch sind, die aber fragen m�chten, ob hier vielleicht etwas zu finden ist und die insofern in dem inneren
Begegnen der Jugend, die ja nicht nur mit dem Papst spricht, sondern vor allen Dingen sich untereinander begegnet,
gerade auch diese Dimension dann anwesend sein wird. Ich werde eine Begegnung mit unseren evangelischen Freunden
haben, und wir werden leider wenig Zeit haben, weil das �Gep�ck des Tages sehr gro� ist, aber doch immerhin etwas
Zeit haben, uns zu besinnen, wie es weitergehen soll Ich erinnere mich sehr gut und gerne an den ersten
Deutschlandbesuch von Papst Johannes Paul II., wie er in Mainz mit den Vertretern der evangelischen Gemeinschaften
an einem Tisch sa� und man miteinander entwickelt hat, wie es weitergehen soll. Es wurde dann ja die Kommission
gegr�ndet, aus der dann der Rechtfertigungskonsens hervorging. Das Wesentliche - so denke ich - ist das wir eben
alle gerade in der Zentralit�t unseres Christseins und nicht nur in bestimmten Begegnungsaugenblicken immer die
Einheit im Blick haben und insofern das, was wir gl�ubig tun, immer von innen her auch �kumenisch ist. �Heiliger Vater, es gibt ja gerade auch in unseren n�rdlichen und reichen L�ndern
Abwendung nicht nur aller Menschen von Kirche und Glauben, sondern gerade auch der Jungen. Kann man da etwas
dagegensetzen oder vor allem: wie kann man vielleicht die Sinnfrage - was hat mein Leben f�r einen Sinn? - so
beantworten, dass die Jugend sagt: Kirche ist d i e Sache, unsere Sache!” (lacht) Ja - wir alle
versuchen, den Jungen das Evangelium zu bringen, denn das ist die Botschaft, auf die wir warten. Es ist klar, dass
es in unserer modernen westlichen Gesellschaft viele Bleigewichte gibt, die uns vom Christentum wegdr�ngen. Der
Glaube und Gott scheinen sehr fern zu sein, das Leben selbst voller M�glichkeiten und Aufgaben. Man will das Leben
zun�chst selbst ergreifen, es soviel leben wie es nur geht. Ich denke dabei an den �verlorenen Sohn, der auch
dachte, im Vaterhaus sei es langweilig, er m�sse das Leben so richtig aussch�pfen, an mich rei�en und genie�en, bis
er dann merkt, das es richtig leer ist und dass er frei und gro� war, als er im eigenen Vaterhaus lebte. Nun also
denke ich: jedenfalls unter den jungen Menschen breitet sich doch aber auch die Empfindung aus, dass all diese
Vergn�gungen, die uns angeboten werden, und der ganze Freizeitbetrieb, all das, was man macht und machen kann,
kaufen und verkaufen kann, nicht das Ganze sein kann, dass es irgendwie um mehr geht. Und insofern ist - denke ich
- doch auch eine gro�e Frage danach da, was denn nun das Eigentliche sei. Das alles, was wir da so haben und kaufen
k�nnen, kann es nicht sein. Deswegen gibt es ja auch sozusagen den Markt der Religionen, der dann das auch
gleichsam als Ware wieder anbietet und damit auch degradiert. Aber er ist ein Zeichen daf�r, dass eine Frage da
ist. Und diese Frage wirklich zu erkennen und nicht an ihr vorbeizureden, nicht Christentum als etwas nun Abgetanes
und gen�gend Ausprobiertes zur Seite schieben zu lassen, sondern gerade als die - weil von Gott selbst herkommende
und daher immer frische M�glichkeit, die auch immer neue Dimensionen in sich birgt und entbirgt, erkennen zu lassen
- der Herr sagt ja: der Herr wird euch einf�hren in Dinge, die ich jetzt nicht sagen kann. Das Christentum ist voll
unentdeckter Dimensionen und zeigt sich eben frisch und neu, wenn man seine Frage wieder wirklich von Grund auf
stellt - sozusagen das Aufeinandertreffen der Frage, die da ist, und der Antwort, die wir leben und die wir
sozusagen immer selbst durch die Frage hindurch erst neu empfangen - das sollte das Ereignis in der Begegnung
zwischen Verk�ndigung und jungen Menschen sein. �Ich pers�nlich lebe derzeit
in dem Gef�hl, dass Europa sich immer mehr aufgibt, seine im Christentum begr�ndeten und seine humanen Werte immer
weniger z�hlen. Chinesen und Inder arbeiten sehr hart, sind gut gebildet, w�hrend wir in Europa zum Teil faul,
missmutig sind. Es geht um die christlichen Wurzeln - jetzt gerade auch in der Europ�ischen Verfassung. Europa ist
in der Krise. K�nnte durch so einen Weltjugendtag mit vielleicht nahezu einer Million Leuten ein Impuls gegeben
werden, wirklich nach den christlichen Wurzeln zu suchen und gerade von der Jugend her - damit wir human
weiterleben k�nnen?” Wir hoffen es, denn gerade ein solches Zusammentreffen von Menschen aus
allen Kontinenten sollte auch dem alten Kontinent, der der Gastgeber ist einen neuen Impuls geben und uns helfen,
dass wir nicht nur das Kranke, das M�de, das Verfehlte an der europ�ischen Geschichte sehen - denn wir sind ja doch
in einer Art Selbstbemitleidung und Selbstverurteilung - ja es gab viel Krankes in allen Geschichten, auch in der
unseren, die so gro�e technische M�glichkeiten entwickelt hat - es ist dann besonders dramatisch geworden - aber
doch auch zu sehen, wie Gro�es von Europa ausgegangen ist: die ganze Welt w�rde ja nicht heute sozusagen die von
Europa ausgegangene Zivilisation leben, wenn die nicht auch aus gr��eren Wurzeln k�me. Nun bieten wir nur noch dies
Letztere an und dann �bernimmt man die Zivilisation, sucht sich aber andere Wurzeln daf�r und ger�t letzten Endes
in Widerspr�che. Ich glaube, diese Zivilisation mit all ihren Gefahren und ihren Hoffnungen kann nur geb�ndigt und
zu ihrer Gr��e gef�hrt werden, wenn sie die eigenen Kraftquellen wieder erkennt, wenn wir das Gro�e wieder sehen,
das dann dieser gef�hrdeten M�glichkeit des Menschseins seine Richtung und seine Gr��e gibt. Wenn wir wieder Freude
daran haben, das wir in diesem Kontinent leben, der das Weltgeschick bestimmt hat - im Guten und im B�sen - und
dass wir damit gerade einen bleibenden Auftrag haben, wieder das Wahre, das Reine und das Gro�e und Zukunftgebende
zu entdecken und damit weiterhin und auf eine neue und wohl bessere Weise im Dienst der ganzen Menschheit zu
stehen. �Kann man - als letzte Frage - ein Idealziel des Weltjugendtages in
K�ln formulieren? Was w�re das Ziel, wenn es ganz, ganz toll laufen w�rde?” (lacht) Ja - nun,
dass eben ein Schwung neuen Glaubens durch die Jugend geht - vor allem auch durch die Jugend in Deutschland und in
Europa. Wir haben in Deutschland immer noch gro�e christliche Institutionen. Es geschieht viel Christliches, aber
es gibt auch eine sehr gro�e M�digkeit und wir sind so sehr mit Strukturfragen besch�ftigt, dass der Schwund und
die Freude des Glaubens fehlen. Wenn dieser Schwung, das Frohsein, dass wir Christus kennen, wieder neu aufleben
w�rde und der Kirche in Deutschland und auch Europa eine neue Dynamik g�be, dann denke ich, w�re das Ziel des
Weltjugendtages erreicht. �Heiliger Vater, vielen, vielen Dank f�r das
Interview. Wir w�nschen Gottes Segen f�r die sch�nen und auch anstrengenden Tage in K�ln.” (rv)
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13.08.05:
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"Tag des sozialen Engagements" soll nachwirken
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Der Weltjugendtag wirft seine Schatten voraus.
Schon seit Donnerstag sind junge Leute aus aller Welt zu Gast in den deutschen Di�zesen. Sie sollen Leben und
Glauben kennen lernen und gemeinsam mit deutschen Katholiken leben. Gemeinsames Projekt gestern war der "Tag
des sozialen Engagements". Der Einsatz f�r andere soll Lust machen, sich auch nach dem WJT ehrenamtlich zu
engagieren. Das betont Andrea Hoffmeier, Bundesvorsitzende des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend:
"Wir m�chten gerne auch zeigen, wie wir hier Glauben und t�tiges Handeln aus dem Glauben heraus miteinander
verbinden, wie wir Katholizit�t in Deutschland leben. Das w�rden wir gerne auch mit den G�sten teilen und dar�ber
auch in Austausch kommen, wie sie in ihren L�ndern jeweils Glauben in die Tat umsetzen. Andererseits hoffen wir,
dass diese Vorbesch�ftigung der Gemeinde, zu schauen, was ist denn in unserem Sozialraum, was gibt es an Not, und
wo k�nnen wir denn ein Projekt auf die Beine stellen, dass das nat�rlich noch �ber den Weltjugendtag
hinauswirkt.” �ber mangelndes Engagement will die BDKJ-Vorsitzende gar nicht klagen. Mehr als 30 Prozent
der unter 27-J�hrigen sind aktiv f�r andere - mehr als in anderen Altersgruppen. Aber das Ehrenamt ver�ndere
sich, sagt Hoffmeier: "Nat�rlich ist es auch so, nur wer eine gesicherte Existenz hat, wer auch gewisse Zeit
hat, ist �berhaupt in der Lage, sich ehrenamtlich zu engagieren. Und ehrenamtliches Engagement ist nat�rlich auch
kontr�r zu den Mobilit�ts- und Flexibilit�tserwartungen, die heute auch vorliegen. Wir stellen zum Beispiel auch
fest, dass in den letzten Jahren viel weniger Sonderurlaub beantragt wird, weil junge Menschen eben auch Sorge um
ihren Arbeitsplatz haben und Arbeitgeber schnell sagen, Sonderurlaub noch zu zus�tzlichem Urlaub k�nnen wir uns
nicht leisten, das ist nicht drin. Das war vor ein paar Jahren noch anders." (rv)
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13.08.05:
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Weltjugendtagsbilanz ausgeglichen
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Sie war lange ein heikles Thema - die Finanzierung
des Weltjugendtags. Zu laut waren die Stimmen der Kritiker, zu gro� die Angst vor dem finanziellen Ruin der
deutschen Kirche. Immerhin, das Erzbistum Toronto, Gastgeber des Weltjugendtags von 2002, steht bis heute in der
Kreide. In Deutschland wird das nicht passieren, sagt Jugendbischof Franz-Josef Bode. Die Finanzierung ist in
trockenen T�chern, versichert er: "Die Dinge sind so eingetroffen, wie wir sie erwartet haben. Die
finanziellen Planungen haben sehr fr�h angefangen. Die Bist�mer, die ja etwa ein Drittel des Ganzen tragen,
konnten sich zwei bis drei Jahre darauf einstellen. Dadurch, dass die Anmeldezahl f�r K�ln sehr gut ist und auch
die Zahlungsmoral bisher schon sehr gut ist, hatten wir nat�rlich ganz gute M�glichkeiten, auch diese schweren
Dinge, die im voraus zu zahlen sind, besser zu handeln. Insgesamt ist die Situation finanziell von den
Erwartungen her zufrieden stellend." Die Organisatoren haben au�erdem rechtzeitig nach Sponsoren gesucht.
Ein weiteres Standbein sind die Werbeartikel. Rosenkr�nze, Rucks�cke, Kerzen, Schneekugeln und alle denkbaren wie
bisher undenkbaren Artikel werden zugunsten des Weltjugendtags verkauft. Michael Klug von der Lizenzfirma ist
zufrieden: "Ich bin ein sehr gl�ubiger Mensch und hab auch ein bestimmtes Verh�ltnis zu der Kirche generell.
Ich sehe einfach, wenn man Jugendliche zu einem bestimmten Zeitpunkt zusammenf�hren kann, die an einem Ziel
arbeiten oder an einem bestimmten Thema, die sich treffen wollen - das ist erst mal lohnenswert zu f�rdern. Und
das ist auch meine pers�nliche Emotion gewesen, mit der ich auch meine Mitarbeiter anstecken konnte. Ich habe
gesagt, passt auf, da machen wir mit. Wir haben auch sehr viel investiert. Es ist ja nicht so, dass es nur
Kommerz ist, sondern wir kommen vielen Themen auf dem Weltjugendtag entgegen oder unterst�tzen ihn, wo wir keine
Abrechnung erwarten." (rv)
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07.08.05:
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Armand Ga�tan Kardinal Rarafindratandra ist 80 Jahre alt
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Kardinal Razafindratandra aus Madagaskar ist heute 80 Jahre alt geworden. Somit verliert er sein aktives
Wahlrecht in einem k�nftigen Konklave. Die Statistik des Kardinalskollegiums �ndert sich wie folgt:
Kardin�le mit Wahlrecht: 112 Kardin�le ohne Wahlrecht: 69
Kardinalskollegium gesamt:
181
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05.08.05:
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Papst besucht seinen Bruder in der Gemelli-Klinik
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Papst
Benedikt XVI. hat Freitag Abend seinen Bruder in der r�mischen Gemelli-Klinik besucht. Die �rzte hatten dem
81j�hrigen Georg Ratzinger tags zuvor einen Herzschrittmacher eingesetzt. Der Papst flog mit dem Hubschrauber
von seiner Sommerresidenz Castelgandolfo aus in die Klinik, sein Besuch beim Bruder dauerte etwa 40 Minuten.
Auf Fragen von drau�en wartenden Journalisten, wie es Georg Ratzinger gehe, sagte der Papst: "Danke,
gut!"(rv)
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9/2005
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12.09.05:
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Kardinal Sodano f�hrt zum UNO-Gipfel
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Kardinalstaatssekret�r Angelo Sodano wird
den Heiligen Stuhl beim UNO-Gipfel in New York vertreten. Das hat Papst Benedikt XVI. heute beim
Angelus-Gebet bekannt gegeben. Der Papst erinnerte nach dem Gebet an die gro�e Bedeutung des
Treffens: "N�chsten Mittwoch beginnt in New York am Sitz der Vereinten Nationen ein Treffen von
Staats- und Regierungschefs. Es behandelt wichtige Themen wie Weltfrieden, Achtung der Menschenrechte,
Entwicklungshilfe und St�rkung der Organisationen der Vereinten Nationen. Ich rufe dringend dazu auf, dass
die dort versammelten Regierungsvertreter geeignete L�sungen finden, um die gro�en gesetzten Ziele im Geist
der Eintracht und gro�z�giger Solidarit�t zu erreichen...Speziell w�nsche ich mir konkrete Ma�nahmen um auf
die dringendsten Probleme zu antworten: extreme Armut, Krankheit und Hunger, unter denen so viele V�lker
leiden." Mit warmem L�cheln hat Papst Benedikt XVI. im �berf�llten Hof seines Sommersitzes in
Castelgandolfo die rund 2000 nahezu frenetisch jubelnden und singenden Pilger empfangen. Er erinnerte
besonders an das Fest "Kreuzerh�hung", das die katholische Kirche am 14. September, also
kommenden Mittwoch, feiert. "Das Kreuz ist die Demonstration der unendlichen Liebe mit der der
Gottessohn den Menschen und Welt vor S�nde und Tod gerettet hat. Deshalb ist das Kreuzzeichen die
fundamentale Gebetshaltung des Christen. Sich selbst zu bekreuzigen ist ein sichtbares und �ffentliches JA
zu dem, der f�r uns gestorben und auferstanden ist". In sechs Sprachen wandte sich der Papst an die
Pilger. Auf deutsch sagte er: "Der Sonntag gibt uns eine besondere Gelegenheit, in Ruhe und innerer
Sammlung Gott, unserem Sch�pfer, zu begegnen. So setzen wir uns mit offenem Herzen der Macht seiner Liebe
und seines Erbarmens aus. Nutzen wir das Geschenk dieses Tages, um den Glanz des Lobpreises des Herrn in
die neue Woche zu tragen. Christi Gegenwart geleite euch auf allen Wegen!" Benedikt gedachte auch
der Opfer des 11. September von 2001. Er erw�hnte die Anschl�ge auf das World Trade-Center aber
ausschlie�lich in den Gr��en an die englischsprachigen Pilger: "Heute, am 11. September, gedenken
wir der Opfer des weltweiten Terrorismus. M�ge Gott �berall M�nner und Frauen guten Willens dazu berufen,
den Hass zu �berwinden und eine gerechte Welt aufzubauen, voll Solidarit�t und Frieden." (rv)
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03.09.05:
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Radio Vatikan bekommt Rechte an Papststimme auch vor der Wahl
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Radio Vatikan hat die Rechte an allen
Aufnahmen der Stimme von Papst Benedikt XVI. - auch vor seiner Wahl zum Nachfolger Petri - erhalten. Das
hat das vatikanische Staatssekretariat heute bekannt gegeben. Damit k�mmert sich das Radio um die
Autorenrechte sowie die Rechte des geistigen Eigentums von Papst Benedikt XVI., was Stimmaufnahmen und
�hnliches angeht. Ausgenommen sind hier nur Rechte, die unter Umst�nden durch Dritte erworben wurden. Radio
Vatikan k�mmert sich grunds�tzlich durch seine Statuten um die Wahrung der Rechte an der Stimme des
Papstes. (rv)
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02.09.05:
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Erzbischof Lavada zum Mitglied der Bischofskongregation ernannt:
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Laut einer Pressemitteilung des L�Osservatore Romano vom 02.09.05 wurde
der emeritierte Erzbischof von San Francisco und Pr�fekt der Glaubenskongregation am 24.08.05 zum neuen
Mitglied der Kongregtation f�r die Bisch�fe ernannt.
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10/2005
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29.10.05:
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Vatikan besorgt �ber Israel
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Der Vatikan hat die Verdammung Israels
durch den Iran scharf verurteilt. In einer Erkl�rung des vatikanischen Pressesaals von gestern hei�t
es au�erdem, der Heilige Stuhl sei sehr besorgt �ber die momentan eskalierende Gewalt in Israel. Das
Milit�r flog gestern und auch heute Angriffe auf Gebiete, von wo aus in den letzten Tagen radikale
Pal�stinenserorganisationen Raketen auf Israel gefeuert haben sollen. Vatikansprecher Joaquin
Navarro-Valls gab gestern Abend eine deutliche Erkl�rung ab: "Die "schrecklichen Ereignisse
der vergangenen Tage im Heiligen Land" bereiten dem Heiligen Stuhl gro�e Sorgen, hei�t es in dem
Kommunique. Der Vatikan schlie�e sich der internationalen Gemeinschaft an und verurteile "die
Gewaltakte des Terroranschlags" von Hadera. Ebenso verurteile der Vatikan die Repressalien, die
als Reaktion darauf kamen - und zwar "von welcher Seite sie auch immer ausgingen". Israel
hat unterdessen seine Angriffe auf pal�stinensische Gebiete im Gaza-Streifen fortgesetzt." Im
wichtigsten Teil der Erkl�rung werden dann die j�ngsten verbalen Attacken des Irans gegen Israel
angesprochen - auch wenn der Iran nicht namentlich genannt wird. So ist die Rede von "einigen
besonders schweren und nicht hinnehmbaren Erkl�rungen, mit denen man das Existenzrecht des Staates
Israel verneint hat". Zur Erinnerung: Der iranische Pr�sident hatte erst vor wenigen Tagen
Israel eben dieses Existenzrecht abgesprochen und dann bekr�ftigt, sein Aufruf, Israel m�sse von der
Landkarte getilgt werden, sei "richtig und angemessen". Bei anti-israelischen
Demonstrationen im Iran waren Transparente mit "Tod Israel"- und "Tod
Amerika"-Aufschriften zu sehen. Die Vereinten Nationen reagierten umgehend mit einer scharfen
Verurteilung auf die iranischen �u�erungen. Nach Angaben der iranischen staatlichen
Nachrichtenagentur Irna hat der Iran diese UNO-Erkl�rung bereits als "inakzeptabel" und vom
"zionistischen Regime diktiert" zur�ckgewiesen. Die vatikanische Erkl�rung geht in der
Israel-Frage noch weiter. Es hei�t: Der Heilige Stuhl trete f�r das Recht sowohl der Israelis als
auch der Pal�stinenser ein, "in Frieden und Sicherheit" zu leben - und zwar beide jeweils
in einem souver�nen Staat. Die Erkl�rung schlie�t mit einem Aufruf an alle Verantwortlichen des Nahen
und Mittleren Ostens, sich f�r Frieden und Gerechtigkeit einzusetzen und "Gesten oder
Entscheidungen der Teilung und des Todes" au�en vorzulassen. Sie sollten, so der Vatikanaufruf,
sich "mutig und entschieden" daf�r einsetzen, die n�tigen Grundbedingungen zu schaffen, um
den Dialog wieder aufzunehmen - den "einzigen Weg, der den Kindern dieser Erde eine Zukunft in
Frieden und Wohlergehen" garantiert. (rv
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23.10.05:
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Kardinal Falc�o verliert sein aktives Wahlrecht:
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Jos� Freire Kardinal Falc�o
feiert heute seinen 80sten Geburtstag und verliert somit sein aktives Wahlrecht in einem k�nftigen
Konklave. Im Kardinalskollegium ergeben sich somit folgende Zahlen:
- Kardin�le mit aktivem Wahlrecht: 111
- Kardin�le ohne aktivem Wahlrecht: 69
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22.10.05:
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Schluss-Botschaft der Bischofs-Synode
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Priestermangel, �kumene, soziale
Fragen, Sorge um den Frieden - das sind einige der Kernpunkte in der Schlussbotschaft der
vatikanischen Bischofssynode. Der Text, aus dem heute einige Ausz�ge bekannt wurden, k�nnte noch im
Lauf des Nachmittags ver�ffentlicht werden. Allerdings brachten die Synoden-Teilnehmer heute Morgen
etwa 200 �nderungsw�nsche ein, so dass die Kommission sich den Text noch einmal genauer vornehmen
muss. Lebhaft war die Debatte heute Morgen auch beim Thema: Kann die Arbeitsweise der Synode
verbessert werden? Es war die beste Synode der letzten Zeit - diese Bilanz zogen einige der
Teilnehmer an dem Gro�treffen im Vatikan zum Thema Eucharistie. Ob allerdings die genauen
Vorschl�ge der Bisch�fe, die morgen an den Papst gehen, - die so genannten
"Propositiones" - auch ver�ffentlicht werden, ist doch nicht mehr so sicher, wie es
gestern noch schien. Heute wurde nur bekannt, dass einer dieser Vorschl�ge hei�t: Bitte zumindest
bei gro�en internationalen Eucharistiefeiern wieder das Lateinische benutzen, die Sprache der
Kirche. Priestermangel, Krise der Beichte, Missbr�uche der Liturgie - diese negativen Punkte
soll die Schlussbotschaft der Synodenv�ter offenbar ansprechen. Au�erdem enth�lt sie offenbar einen
Passus zu den chinesischen Bisch�fen, die der Papst zur Synode eingeladen hatte, die aber nicht
kommen durften. Pressesprecher Joaquin Navarro-Valls bekr�ftigte heute, Papst Benedikt werde diesen
Bisch�fen schreiben. Das Synodendokument bekr�ftigt ansonsten die G�ltigkeit der gro�en
Liturgiereform des Zweiten Vatikanischen Konzils, warnt Priester davor, sich als "Herren �ber
die Liturgie" zu f�hlen und richtet einen Appell an wiederverheiratete Geschiedene: Sie
sollten "die Freude am Katholischsein" nicht verlieren, aktiv beim Gottesdienst mitwirken
und geistlich kommunizieren. "Unser t�gliches Brot gib uns heute" - diese
Vaterunser-Bitte inspiriert die Synodenv�ter zu einem Aufruf f�r Afrika und den Nahen Osten, f�r
einen wirklichen Fortschritt der Menschheitsfamilie. Das Dokument nennt nach den bisher bekannten
Informationen die Einheit der Christen das Ziel der �kumene und erw�hnt auch andere Religionen, mit
einer besonderen Erw�hnung des Judentums. (rv
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15.10.05:
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Kardinal Caprio verstorben:
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Der emer. Gro�meister vom Ritterorden vom Heiligen Grab in
Jerusalem und emer. Pr�fekt der Pr�fektur f�r die wirtschaftlichen Angelegenheiten des Heiligen
Stuhls Giuseppe Kardinal Caprio ist am 15.10.2005 im Alter von 90 Jahren gestorben. Er empfing
1938 die Priesterweihe und wurde 1961 von Papst Johannes XXIII. zum Titularerzbischof ernannt.
Papst Johannes Paul II. erhob ihn am 30.06.1979 in den Kardinalsstand mit der Titelkirche
“S. Maria della Vittoria”.
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11/2005
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01.11.05:
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Papst unterstreicht Berufung zur Heiligkeit
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Papst Benedikt XVI. hat die
Berufung zur Heiligkeit aller Getauften unterstrichen. Gott habe, so der Papst heute in
seiner Botschaft zum Angelusgebet am Hochfest Allerheiligen, mit der Menschwerdung seines
Sohnes, seinem Tod und seiner Auferstehung die Menschheit mit sich vers�hnen und sie zur
Teilhabe an seinem eigenen Leben �ffnen wollen: "Wer an Christus, den Sohn Gottes
denkt, wird 'von oben' geboren, ist wie neu gezeugt vom Heiligen Geist. Dieses
Geheimnis wird im Sakrament der Kirche aktualisiert, durch das die Mutter Kirche ihre
'Heiligen' zur Welt bringt." Deshalb, so Benedikt, sei es sehr bedeutsam,
dass auf das Fest Allerheiligen das Gedenken der Verstorbenen am Fest Allerseelen
folge: "Die 'Gemeinschaft der Heiligen', die wir im Credo bekennen, ist eine
Realit�t, die sich hier unten aufbaut, die sich aber vollkommen zeigt, wenn wir Gott sehen
werden 'so, wie er ist'. Es ist die Realit�t einer Familie, die mit den tiefen Banden
einer geistlichen Solidarit�t verbunden ist und die so die Verstorbenen mit denen verbindet,
die noch Pilger auf Erden sind. Indem ich mich mit all jenen geistlich verbinde, die auf die
Friedh�fe gehen, um f�r ihre Verstorbenen zu beten, so werde auch ich morgen Nachmittag in
die Vatikanischen Grotten zu den Gr�bern der P�pste gehen, die dort einen Kranz um das Grab
des Apostels Petrus bilden. Ich werde dort ein besonderes Gedenken an den geliebten Johannes
Paul II. halten." In f�nf Sprachen gr��te der Papst die Anwesenden auf dem
Petersplatz. In seiner Muttersprache sagte er: "Einen frohen Gru� richte ich an die
Pilger und Besucher aus dem deutschen Sprachraum. Das heutige Fest Allerheiligen zeigt uns
die Kirche als die Gemeinschaft der Heiligen, in die auch wir berufen sind. Wohin immer wir
gestellt sind, stets k�nnen und sollen wir ein Leben nach dem Evangelium f�hren. Gott gibt
uns seine Gnade dazu. Euch allen w�nsche ich einen gesegneten Aufenthalt hier in Rom!" (
rv)
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04.11.05:
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Stoiber beim Papst
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Bayerischer Moment im
Apostolischen Palast: Papst Benedikt XVI. hat heute Mittag den bayerischen
Ministerpr�sidenten Edmund Stoiber und die Landtagsfraktion der CSU in Audienz empfangen
Ludwig Waldm�ller hat das Ereignis f�r Radio Vatikan beobachtet: Gegen die strengen
Vorschriften des Protokolls betraten Papst Benedikt XVI. und Ministerpr�sident Edmund Stoiber
gemeinsam die Sala Clementina im Apostolischen Palast. Nur wenige Schritte hinter dem Papst
durfte der Politiker eintreten... Und Benedikt freute sich sichtlich �ber den Besuch aus
seiner Heimat: "Eine so hohe Abordnung aus der geliebten bayerischen Heimat hier im
Apostolischen Palast begr��en zu k�nnen, ist f�r mich ein Grund zu gro�er Freude. Seien Sie
alle herzlich willkommen!" Stoiber, der vor der Audienz schon eine Viertelstunde Zeit
hatte, mit dem Papst privat zu sprechen, wandte sich im Namen aller 150 Abgeordneten und
sonstiger Anwesenden an den Heiligen Vater: "Eine Privataudienz bei Ihnen zu haben, ist
f�r einen Bayern, f�r einen bayerischen Christen, mit der absolute H�hepunkt", sagte der
Ministerpr�sident und erz�hlte von einem k�rzlichen Besuch bei der Marienstatue auf dem
M�nchener Marienplatz: "Ich habe nachgeschaut, am Sockel der Patrona Bavariae am
Marienplatz ist eingraviert: Johannes Paul II., 19. November 1980. Wir, die Landtagsfraktion
der CSU, die Vertreter der bayerischen Staatsregierung, wir w�nschen uns so sehr, dass
demn�chst irgend jemand darunter einmei�eln muss: Benedikt XVI., Punkt Punkt Punkt,
2006." Papst Benedikt unterstrich die Traditionsverbundenheit Bayerns, die sich seit
langem auch mit einer Offenheit f�r moderne Wissenschaft und Technik verbinde: "Aus dem
Fortschritt der Wissenschaften k�nnen ebenso Segen wie Verderben erwachsen. Hier kommt es
darauf an, ob jene, die �ber rechten Gebrauch oder Missbrauch zu entscheiden haben, dabei
blo� den Gesetzen vordergr�ndigen Nutzens einer augenblicklichen Pragmatik oder aber den
inneren Gesetzen unseres menschlichen Wesens, den Gesetzen Gottes folgen, die er in dieses
Wesen eingeschrieben hat." In diesem Zusammenhang unterstrich Benedikt die
Wichtigkeit des Einsatzes von Christen in der Politik: "M�nner und Frauen, die sich
ihrer Verantwortung vor Gott, dem Geber allen Lebens, bewusst sind, werden ihr Bestes tun,
damit die unantastbare W�rde des Menschen, dessen Leben in allen Phasen heilig ist, den
Umgang mit neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen bestimmt und die Person der Mittelpunkt des
Ganzen und nicht zum Gebrauch und schlie�lich Verbrauch bestimmt wird" Damit dies
auch in Zukunft gew�hrleistet sei, so Benedikt, sei eine profunde, den Menschen bildende
Formung junger Menschen von N�ten. Diese solle geschehen: "nicht blo� nach
technokratisch-�konomischen Ma�st�ben, nicht nur nach den Ma�st�ben eines augenblicklichen
Zufriedenseinwollens, sondern durch ein tiefer reichendes geistiges Erbe, jenes geistige
Erbe, das durch die Namen Athen, Jerusalem und Rom charakterisiert wird." Au�erdem
erinnerte der Papst eindringlich an den Beitrag, den gerade die theologischen Fakult�ten in
Bayern auf diesem Gebiet leisteten. Und er untermauerte diesen Punkt mit seinen eigenen
Erfahrungen: "Ich selbst hatte die Ehre, mich in M�nchen zu habilitieren und dann wieder
als Professor an der Theologischen Fakult�t zu Regensburg, der ich als Honorarprofessor noch
angeh�re, einige Jahre zu forschen und zu lehren. An diese Zeit denke ich gerne zur�ck, auch
daran, wie sich in einer jungen und auch eben erst bildenden Universit�t �universitas
litterarum" gezeigt hat, wie eine Begegnung zwischen den Fakult�ten stattgefunden hat
und nicht nur sozusagen ein Nebeneinander von Fachhochschulen unter dem gemeinsamen Dach
Universit�t war; wie wirklich das Bewusstsein eines gemeinsamen Auftrages in der
Verschiedenheit der Forschungen und der wissenschaftlichen Disziplinen da war, die doch alle
gemeinsam um die Wahrheit und um den Menschen ringen und die daher alle dieses Bewusstsein
brauchen, dass sie im Letzten Verantwortung f�r den Menschen tragen und sie nur tragen
k�nnen, wenn dabei die Verantwortung vor Gott nicht erlischt." Der Papst beendete
seine Ansprache mit einem Zitat aus der Bayernhymne: "Gott mit dir, du Land der Bayern,
... �ber deinen weiten Gauen ruhe seine Segenshand." Begeistert war nach der Audienz
der bayerische Ministerpr�sident. Seine viertelst�ndige Unterredung mit dem Papst sei sehr
beeindruckend gewesen, so Stoiber: "Erleben zu d�rfen, wie genau er �ber die deutsche
Politik und die deutsche Innenpolitik informiert ist, was ihn interessiert hat, wie es in
Berlin weitergeht, warum ich in Bayern bleibe, warum ich nicht in ein Bundeskabinett eintrete
und wie es insgesamt in unserer Gesellschaft weitergeht, welche Werte in Deutschland eine
Renaissance haben. Und ich habe deutlich gemacht, dass der Papst aus Bayern, der Papst aus
Deutschland in Deutschland und Bayern auch zu einer Renaissance christlicher Werte gerade
auch bei den jungen Menschen f�hrt." Und noch einer nahm begeistert etwas aus der
Begegnung mit dem Papst mit: Der bayerische Innenminister G�nther Beckstein, der evangelische
Christ, der ohne die Entscheidung Stoibers f�r Bayern wohl Ministerpr�sident geworden w�re.
Der Papst, so erz�hlte er hinterher lachend, habe zu ihm gesagt: "'Na, wie
geht's Ihnen denn nach den Entt�uschungen?' Da habe ich gesagt: 'Na ja, ganz gut,
die Spannungen legen sich. Darauf sagt er: 'Aber wohl anders, als Sie gedacht
haben!?' Und ich habe geantwortet: 'Allerdings!' Darauf hat er die Bemerkung
gemacht: 'Der Mensch denkt, Gott lenkt.' Und damit ist man wieder in einer Ebene, um
das alles zu relativieren. Das ist, glaube ich, ganz gut." Eine angenehme Audienz,
die von sehr viel Herzlichkeit gekennzeichnet war - und die dem Papst wahrscheinlich Lust
gemacht hat, die Einladung nach Bayern anzunehmen. (rv)
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04.11.05:
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Die RV-Stiftung!
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Die
deutschsprachige Redaktion von Radio Vatikan m�chte eine Stiftung gr�nden. Es geht darum, der
Stimme des Papstes im deutschen Sprachraum Nachhaltigkeit zu verleihen. Seine Worte zu Jugend
und Familie, zu Werten in Europa, zu Frieden und Gerechtigkeit drohen im L�rm vieler anderer
Worte unterzugehen. Dabei suchen viele Menschen nach Orientierung, nach neuen Werten, nach
Vorbildern. Das wurde nicht nur beim Weltjugendtag in K�ln, sondern schon vorher beim Tod von
Papst Johannes Paul II. und der Wahl von Papst Benedikt deutlich. Auf diesem Hintergrund
scheint es uns sinnvoll, eine Stiftung ins Leben zu rufen, deren Zweck es ist, die Worte von
Papst Benedikt so zu verst�rken, dass sie in der Gesellschaft der L�nder deutscher Sprache
wirklich geh�rt werden. Dazu sollen alle m�glichen Mittel der �ffentlichkeitsarbeit
eingesetzt werden. Im Moment arbeiten wir an einer Satzung und suchen das grundlegende
Kapital von 50.000 Euro, um die Stiftung gr�nden zu k�nnen. Wir haben bereits die Zusage von
einigen Pers�nlichkeiten, Mitglieder des Kuratoriums zu werden. Es sind: Ministerpr�sident a.
D. Erwin Teufel, die ehemalige Pr�sidentin des Berliner Abgeordnetenhauses Hanna-Renate
Laurien, der ehemalige Bundesminister Norbert Bl�m, F�rstin Gloria von Thurn und Taxis, der
ehemalige Intendant des Zweiten Deutschen Fernsehens, Dieter Stolte, und der
Europabeauftragte f�r den Balkan, der �sterreicher Erhard Busek. Weitere Pers�nlichkeiten
sind f�r das Kuratorium angefragt. Wer kann uns helfen:
- Zustifter zu
finden?
Die Idee der Stiftung einem breiteren Publikum bekannt zu
machen? Erbschaften zu erhalten?
Wer nicht in die Tasche greifen kann, kann immerhin mit uns beten:
Denn geht es nicht prim�r um Geld, sondern darum, dass vor allem die Jugend auf die
richtige Schiene gestellt und nicht von falschen Propheten verf�hrt wird. Es geht letztlich
um die Zukunft Europas. Papst Benedikt hat vielfach davor gewarnt, dass der alte - ehemals
christlich gepr�gte - Kontinent sich aufgibt. Die Stiftung soll dazu beitragen, dass Europa
wieder auf seinem christlichen Urboden Fu� fasst. Helfen Sie uns dabei. P. Eberhard v.
Gemmingen SJ Rom, am Tag der Seligsprechung von Clemens-August von Galen, 9.Oktober
2005
Konto des Vereins: "Freunde von Radio Vatikan e.V."
Bank
im Bistum Essen, Essen
Kto.Nr. 475 700 18
Bankleitzahl 360 602 95
BIC:
GENODEDIBBE
IBAN: DE96 3606 0295 0047 5700 18
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04.11.05:
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"Prozess Johannes Paul" startet
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In Krakau hat heute, am
Namenstag von Karol Wojtyla, das Seligsprechungsverfahren f�r den polnischen Papst in
seinem Heimatland begonnen. Am Vormittag nahm in der Krakauer K�nigsburg Wawel eine eigens
eingerichtete Seligsprechungs-Kommission ihre erste Arbeitssitzung auf. Ins Leben gerufen
hatte sie der ehemalige Privatsekret�r des Papstes, Stanislaw Dziwisz, der jetzige
Erzbischof von Krakau. Die Kommission wird unter anderem eine nicht genannte Zahl von
Zeugen h�ren, die �ber Karol Wojtyla aussagen. Der juristische Prozess f�r Johannes Paul
II. ist insofern einzigartig, als er schon wenige Monate nach seinem Tod beginnen konnte.
Der Papst hob also f�r diesen Fall die im Kirchenrecht vorgesehene Zeitspanne von f�nf
Jahren auf, erinnert der polnische Priester Slawomir Oder als Postulator, das hei�t als
Anwalt der Causa. "Papst Benedikt hat das nicht nur aus eigenem Antrieb veranlasst,
sondern, wie ich annehme, auch auf Wunsch der Kardin�le, von denen sich viele im Konklave
f�r eine sofortige Aufnahme des Seligsprechungsprozesses ausgesprochen haben. Und nat�rlich
auf Wunsch zahlloser Gl�ubiger, die in den Tagen der Beerdigung "Santo subito - sofort
heilig" forderten." Eine weitere Neuerung betrifft die Art, in der das
Verfahren gef�hrt wird. "Bei der Vorbereitung dieses Prozesses haben wir zum ersten
Mal das Internet als Kommunikationsmittel zugelassen. Die Leute konnten uns ihre
Zeugenaussagen per E-Mail schicken." Die Kommission in Krakau arbeitet der Di�zese
Rom zu. Denn diese ist f�r das Seligsprechungsverfahren eines Papstes jeweils zust�ndig. In
Rom hatte der kirchenrechtliche Prozess bereits Ende Juni begonnen. Wann Johannes Paul II.
selig gesprochen werden k�nnte, ist nicht abzusehen, sagt Slawomir Oder. "Nein,
absolut nicht. Alles, was ich sagen kann, ist, dass das di�zesane Verfahren zum Abschluss
kommt, sobald alle Zeugen geh�rt und alle Texte gepr�ft sind. Eine Einsch�tzung, wie lange
das dauert, kann ich nicht abgeben - das w�re verfr�ht." (rv)
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04.11.05:
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Papst Benedikt ist in seiner Rolle als Oberhaupt der katholischen Kirche "locker und gefestigt"
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Diesen Eindruck machte er
w�hrend der gestrigen Audienz auf die Mitglieder der CSU-Delegation. "Wenn Benedikt
nach M�nchen kommt, wird sich die ganze Stadt in ein Meer aus gelbwei�en Flaggen als
Hommage an den Vatikan, aber auch aus blau-wei�en bayerischen Fahnen verwandeln", so
Bayerns Ministerpr�sident Edmund Stoiber, der die Delegation angef�hrt hatte. (rv)
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06.11.05:
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Levada, das erste Interview
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Er ist Nachfolger von
Kardinal Ratzinger, dem jetzigen Papst - und zwar im Amt des Pr�fekten der
Glaubenskongregation. William Levada, bisher Erzbischof von San Francisco, schl�pft also
an der Piazza del Sant Ufficio in gro�e Schuhe... Sein erstes Interview hat der neue
Glaubensh�ter uns gegeben. Wir haben ihn gefragt, mit welchen Gef�hlen er an die
Glaubenskongregation zur�ckkehrt, nachdem er fr�her da schon mal zwanzig Jahre lang
gearbeitet hatte. �Das ist eine gro�e Ver�nderung f�r jemanden, der 20 Jahre lang als
Kurienbeamter in der Abteilung f�r Glaubensdoktrin gearbeitet hat, nun als Pr�fekt
zur�ckzukehren. Ich war damals immer froh, jemand anderen als Leiter der Kongregation zu
haben, und mir war nicht klar, was f�r vielf�ltige Verantwortungen der Pr�fekt hat."
Sie sind der erste US-Amerikaner in diesem Amt. Viele waren von Ihrer Ernennung durch
den Papst �berrascht. Was steckt hinter Ihrer Ernennung? �Meine Deutung ist die: Der
Papst wollte dieses Amt mit jemandem besetzen, der eingearbeitet ist, und es sollte wohl
auch schnell gehen. Benedikt wusste: Bleibt die Glaubenskongregation ohne Leiter, so kann
das nicht im Sinn effizienter Arbeit sein, weil alle auf den neuen Leiter warten. Ich war
ja nun ein Mitglied der Kongregation und kannte die Arbeit. Diese Erfahrung z�hlte f�r
den Papst, das sagte er mir, als er mir mitteilte, ich solle sein Nachfolger werden. Mir
stockte der Atem! Ich antwortete, ich sei nicht der richtige Mann f�r dieses Amt, doch er
wandte ein, ich sei es sehr wohl. Und er gab mir dann seine Gr�nde daf�r." Was
k�nnten das denn beispielsweise f�r Gr�nde sein? �Die Verantwortung, mit
Missbrauchsf�llen durch Priester umzugehen, und die Explosion derartiger Anzeigen in den
letzten Jahren lie�en den Papst vielleicht denken, dass es nicht schlecht w�re, hier
jemanden zur Seite zu haben, der Erfahrung auf dem Gebiet hat. Denn ich war zehn Jahre
lang Bischof einer Ortskirche, San Fransisco; und ich geh�rte der gemischten Kommission
der amerikanischen Bisch�fe an, deren Mitglieder gelegentlich in den Vatikan reisten, um
dort Strategien abzustimmen." Die US-Kirche hat vor ein paar Jahren strenge
Normen gegen sexuellen Mi�brauch durch Kirchenleute aufgestellt - die wurden jetzt
k�rzlich erneuert. Klappt das System? �Es ist ein vielschichtiges Programm. Ein Teil
davon besch�ftigt sich mit den Priestern, die des sexuellen Missbrauchs Minderj�hriger
schuldig geworden sind, und sei es auch in lange zur�ckliegenden F�llen. Au�erdem ist
definiert, was ein Missbrauch �berhaupt ist und wie er gemeldet werden soll. Dies soll
die Priester f�r das Thema sensibilisieren und ihnen nicht nur klarmachen, dass sie die
Vorw�rfe zivilen und kirchlichen Autorit�ten melden m�ssen, sondern auch, auf welche Art
das zu geschehen hat. Das Programm regelt zudem, wie der Bischof mit Verdachtsf�llen
umgehen soll. So zum Beispiel muss er einen Stab von Fachleuten an seiner Seite haben,
die Gutachten �ber bestimmte F�lle erstellen k�nnen." Es hei�t, in der
westlichen Welt gebe es eine neue Spiritualit�t, die aber nicht religi�s, jedenfalls
nicht kirchengebunden ist. Was sagen Sie dazu? �Betrachten wir als Beispiel
Halloween. Bei diesem Fest nehmen die Leute eine Spiritualit�t an, deren Doktrin besagt,
wir glauben an Hexen. Spiritualit�t ohne Doktrin ist gestaltlos, sie kann jede Form
annehmen, die ich will. Die Menschen wollen gerne ausbrechen aus dem, was sie als Zwang
und Grenzen der Religion empfinden. Daher sagen sie: ich bin spirituell, aber nicht
religi�s. Doch tats�chlich ist echte Spiritualit�t ohne Religion undenkbar - denn
Religion sagt uns, wie wir unser Leben im Angesicht Gottes gestalten sollen. Wir m�ssen
Entscheidungen treffen, wenn wir an Gott glauben, wir m�ssen uns fragen, was Gott von
uns, seinen Gesch�pfen, verlangt. So beinhaltet Religion immer auch eine konkrete
Herausforderung, die von unserer Beziehung mit Gott ausgeht." (rv)
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14.11.05:
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Der katholische Milit�rbischof Walter
Mixa hat sich entsetzt �ber den Anschlag auf deutsche ISAF-Soldaten in der afghanischen
Hauptstadt Kabul ge�u�ert:
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Die Tat sei "feige
und frevelhaft" und zeuge von "erb�rmlicher Gewissenlosigkeit", sagte
Mixa heute der Katholischen Nachrichten-Agentur in Berlin. Es werde erneut deutlich,
wie gef�hrlich und schwierig der Dienst der Bundeswehr f�r den Frieden in der Welt sei.
Der Bischof rief zum Gebet f�r die Betroffenen und ihre Angeh�rigen auf. Bei dem von
einem Selbstmordattent�ter ver�bten Autobombenanschlag wurden nach Angaben von
Verteidigungsminister Peter Struck (SPD) ein Bundeswehrsoldat get�tet und zwei weitere
verletzt.
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18.11.05:
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ZdK: Debatten �ber Koalitionsvertrag und das Regensburger Modell
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Das Zentralkomitee der
deutschen Katholiken (ZdK) tagt heute und morgen in Bonn-Bad Godesberg. Angesichts
der heutigen Unterzeichnung des Koalitionsvertrages zwischen CDU und SPD steht
nat�rlich die politische Gro�wetterlage in der Bundesrepublik ganz oben auf der
Themenliste. Wir haben beim Pr�sidenten Hans Joachim Meyer nachgefragt: Wie sieht das
ZdK den Koalitionsvertrag? "Also, unsere Bewertung ist - wie man so sch�n sagt -
kritisch-konstruktiv. Ich halte ihn f�r eine gute Grundlage f�r die Regierungsarbeit.
Es ist mehr als ein Kompromiss auf der Linie des kleinsten gemeinsamen Nenners. Was
wir f�r gut halten, ist die familienpolitische Ausrichtung, die sich auch in
Beziehung setzt zur Realit�t. Das hei�t, zu der Tatsache, dass f�r viele junge Frauen
heute der Lebenswunsch darin besteht, Mutter zu sein und im Beruf sich zu
verwirklichen, und da scheint ja die Koalition zu beabsichtigen, auf dem Weg
voranzugehen." Weiter begr��t das ZdK die Festschreibung ethischer Grenzen in
dem Vertragswerk. Positiv auch: die Passagen, in dem es um die angestrebte Bek�mpfung
von Zwangsprostitution geht. Besonders kritisch blicken die katholischen Laien
dagegen auf die Umsetzung der UNO-Millenniumsziele zur weltweiten Armutsbek�mpfung.
Neben der Bundespolitik, sagt Pr�sident Meyer, bewegt ein aktueller Fall aus der
deutschen Kirchenpolitik die Gem�ter - die faktische Aufl�sung des Di�zesanrates in
Regensburg durch Bischof Gerhard Ludwig M�ller: "Es bedeutet den Abschied von
der Gemeinsamen Synode von W�rzburg im Jahr des 30-j�hrigen Jubil�ums dieser Synode.
Und das ist eine Verletzung der Einheit der Kirche: Er schert hier aus der
Gemeinschaft der Bisch�fe, der katholischen Kirche in Deutschland aus, ohne einen
wirklichen Grund zu haben. Es ist kein Grund erkennbar, eigentlich ist ja sein Grund
nur immer, er kann als Bischof machen, was er will. Als Realisten m�ssen wir leider
auch auf diesen traurigen Vorgang eingehen, der absolut �berfl�ssig ist. Ich kann
�berhaupt nicht begreifen, dass Bischof M�ller nichts anderes im Sinn hat, als die
bew�hrte Zusammenarbeit und Partnerschaft zwischen Bisch�fen und organisierten
katholischen Laien in einer solchen Weise zu besch�digen." (rv)
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18.11.05:
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Papst, "Staat sollte keine Schwierigkeiten haben, die Kirche anzuerkennen"
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Papst Benedikt XVI.
hat heute unterstrichen, dass der Staat keine Schwierigkeiten damit haben sollte, die
Kirche offiziell anzuerkennen. Zu den tschechischen Bisch�fen, in deren Heimatland es
immer noch kein Konkordat gibt, sagte er w�rtlich: "Der Staat sollte keine
Schwierigkeiten haben, in der Kirche ein Gegen�ber anzuerkennen, das seinen Aufgaben
f�r die B�rger kein Vorurteil entgegenstellt. Die Kirche verrichtet hingegen ihr Tun
auf religi�sem Gebiet, um den Gl�ubigen die M�glichkeiten zu geben, ihren Glauben
auszudr�cken - und das, ohne sich in die Kompetenzen des Staates
einzumischen." Papst Benedikt sprach vor den Bisch�fen aus der tschechischen
Republik, die in diesen Tagen zu ihren ad-Limina-Besuchen in Rom sind. Er betonte in
seiner �brigens auf deutsch gehaltenen Ansprache weiter, die Kirche bringe durch
ihren apostolischen Einsatz, aber auch mit ihrem Beitrag in der Caritas, der
Krankenpflege und den Schulen den Fortschritt der Gesellschaft mit voran - und zwar
in einem Klima der "gro�en Religionsfreiheit". Die Kirche, so Benedikt,
suche keine Privilegien, sondern wolle nur ihre Sendung in rechter Weise erf�llen
k�nnen. Und dann sprach er - durch die Blume zwar, aber doch deutlich - das Konkordat
an. "Wenn dieses Recht anerkannt wird, ist es in Wirklichkeit die ganze
Gesellschaft, die daraus einen Vorteil zieht". Au�erdem unterstrich der Papst
auch die besondere Bedeutung von Familien f�r das Leben der Kirche, aber auch f�r die
Garantie von "gesunden und einsatzbereiten neuen Generationen". Die
Gespr�che h�tten ihm das Bild einer lebendigen Kirche in der Tschechischen Republik
vermittelt, so Benedikt. Im Namen der Bisch�fe wandte sich Jan Graubner,
Erzbischof von Olm�tz, auf deutsch an den Papst. Er schilderte die Folgen des
Kommunismus f�r sein Land - auch heute noch: "In unserem Land tragen wir immer
noch an den Folgen der kommunistischen Unterdr�ckung und der systematischen
Atheisierung. Viele Menschen kennen Christus nicht und haben von der Kirche kaum eine
Vorstellung." Auch 16 Jahre nach dem Fall des totalit�ren Regimes und
"dreier sch�ner Besuche Ihres Vorg�ngers" sei es noch nicht im vollen
Umfang gelungen, die Beziehungen zwischen Staat und Kirche zu normalisieren. Er
berichtete auch von rund dreieinhalbtausend Jugendlichen, die zum Weltjugendtag nach
K�ln gefahren seien, und unterstrich die Bedeutung der Vollversammlung der
katholischen Kirche, die dieses Jahr in der Tschechischen Republik zu Ende
ging. Die Besuche bei Papst und Kurienbeh�rden w�hrend ihres ad-Limina-Besuchs
sind f�r die tschechischen Bisch�fe sehr hilfreich gewesen. Das sagt der Prager
Weihbischof Vaclav Maly gegen�ber Radio Vatikan: "Wir haben die universale
Kirche erlebt. Das ist sehr wichtig f�r uns in unserem kleinen Staat, weil wir sehr
oft den Eindruck haben, ein bisschen isoliert zu sein. Jetzt sehen wir diese
internationale Kirche! Das ist ein sehr gutes Erlebnis. Au�erdem konnten wir
erkennen, welche Richtung die Kirche in der n�chsten Zukunft gehen wird. Wir haben
Visionen, wir haben Pl�ne - und wir k�nnen jetzt weitergehen, weil wir wissen, was
f�r die Weltkirche vonn�ten ist." (rv)
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21.11.05:
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Wallner, "wie kleine Kinder”
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Zum ersten Advent
soll es im Bistum Regensburg keinen Di�zesanrat mehr geben. Seit Tagen geht die
Meldung von dieser Neuordnung der R�testrukturen durch Bischof Gerhard Ludwig
M�ller durch Deutschland. Heute treffen sich die gew�hlten Laienvertreter auf
Di�zesanebene zur seit langem geplanten turnusm��igen Hauptausschusssitzung. �ber
ihre Aufl�sung wurden sie bisher nicht offiziell informiert, sagt Fritz Wallner. Im
November 2003 wurde er zum Vorsitzenden des Di�zesanrats gew�hlt. Ob er noch im Amt
ist? Rechtlich schwierig, da ein Zusammenschluss von gl�ubigen Laien nach den
Konzilsdokumenten von der Mitwirkung der Di�zesanleitung nicht direkt abh�ngt. Ein
Pastoralrat, wie ihn Bischof M�ller jetzt einrichten will, ist laut dem
Konzilspapier zur Hirtenaufgabe der Bisch�fe zus�tzlich m�glich. Wallner zur
aktuellen Lage: "Aufgrund der rechtlichen Einsch�tzung namhafter
Kirchenrechtler wird es wohl so sein, dass wir - was den Teil Katholikenrat angeht
- noch im Amt sind, weil dieser Teil des Di�zesanrats aus dem Vereinigungsrecht
kommt und dieses Vereinigungsrecht wiederum ist im kirchlichen Gesetzbuch
verankert, so dass, da ja ohnehin jeder f�rmliche Akt der Aufl�sung bisher fehlt,
tats�chlich der Di�zesanrat als Katholikenrat besteht." Bischof M�ller
k�ndige die Einheit im Bistum wie unter den deutschen Di�zesen auf, so Wallner. Er
sei nicht w�tend, aber entt�uscht. Entt�uscht dar�ber, dass im Bistum Regensburg
offenbar kein Dialog m�glich ist, dass die Betroffenen Laien weder vorher angeh�rt
noch nachher pers�nlich informiert wurden: "Es ist n�mlich tats�chlich so,
dass seit Monaten mit uns niemand mehr spricht. Und das ist nach meiner
Einsch�tzung ein eklatanter Versto� gegen wichtige Grunds�tze, die beim Zweiten
Vatikanum herausgearbeitet worden sind." Was den Geist des Konzils im
Hinblick auf Zusammenarbeit, Kommunio und Volk Gottes betreffe, gehe es im Bistum
Regensburg r�ckw�rts, sagt Wallner. Gr��ter Problempunkt f�r ihn an der so
genannten Neuordnung des Laienapostolats daher: "Dass Buchstabe und Geist des
Konzils einfach verletzt werden, wenn man jede Mitverantwortung die bisher in der
Kirche auch in Regensburg m�glich gewesen ist, jetzt einfach wegdr�ckt. Wir werden
nur noch Helfer. Wir sind nicht mehr so akzeptiert, wie das mittlerweile die
Gesellschaft ausdr�cklich tut. Es ist doch wirklich traurig, dass da Frauen und
M�nner arbeiten, die in Familie und Beruf, �berall im gesellschaftlichen Leben und
im politischen Leben ihre Frau und ihren Mann stehen, dass die in der Kirche
behandelt werden wie kleine Kinder - in der Di�zese Regensburg." Das
Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) hat vergangenes Wochenende Bischof
M�ller aufgefordert, "die verf�gte Aufl�sung des Di�zesanrates und der
Dekanatsr�te zur�ckzunehmen". Nuntius Erwin Josef Ender, und der Vorsitzende
der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Karl Lehmann, hatten die Vollversammlung
in Bad Godesberg besucht. Der Beitrag der Laien f�r Kirche und Gesellschaft sei
unverzichtbar, so Lehmann. "Das Zentralkomitee der deutschen Katholiken gibt
selbst Zeugnis davon." Die gew�hlten Laienvertreter Deutschlands warteten
auf eine Aussage zu Regensburg. Ungeduldiges Raunen, St�hle r�cken, Rascheln
erf�llten den Saal - so lange, bis das Bekenntnis des DBK-Vorsitzenden fast
unterging. Wir wollen, so Lehmann auch "angesichts dessen, was in diesen Tagen
geschehen ist, nicht hoffen, dass wir diese Einheit, die den einzelnen Bist�mern
dann auch noch gen�gende Freiheitsgestaltung gibt, verlieren." (rv)
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22.11.05:
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Der Vorsitzende der Deutschen
Bischofskonferenz, Kardinal Karl Lehmann, hat die Umstrukturierung der R�te im
Bistum Regensburg kritisiert.
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Zwar sei jeder
Bischof frei, in seiner Di�zese eine eigene Ordnung zu schaffen,
"aber", so Lehmann, "ich denke, es ist nicht gut, wenn man auf der
Ebene des Bistums nur noch Ernennungen durch den Bischof hat und nicht mehr die
Leute von unten her gew�hlt werden". Die Umsetzung der Pl�ne von Bischof
Gerhard Ludwig M�ller bedeuteten "einen echten R�ckschritt", den er
bedauern w�rde, sagte Lehmann am Rande der Festveranstaltung zum 30-j�hrigen
Jubil�um der W�rzburger Synode in W�rzburg. Er �u�erte die Hoffnung, dass das
Vorhaben in Regensburg korrigiert werde. Formal seien die Vorg�nge in Regensburg
keine Angelegenheit der Bischofskonferenz. Dennoch habe der St�ndige Rat dar�ber
diskutiert, "weil die ganze Unruhe inzwischen �ber die Grenzen eines Bistums
hinausschwappt". Lehmann vor Journalisten: "Es w�re schade, wenn wir zu
sehr auseinanderdriften." (rv)
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12/2005
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08.12.05:
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Leo Kardinal Scheffczyk verstorben:
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Der renommierte Theologe Kardinal Scheffczyk
ist am 08.12.2005 im Alter von 85 Jahren gestorben. Bis zu seiner
Emeritierung lehre Scheffczyk Dogmatik an der M�nchener Universit�t. Er wurde
am 21.02.2001 durch Papst Johannes Paul II. in den Kardinalsstand erhoben.
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10.12.05:
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Neuer Sekret�r der Gottesdienstkongregation:
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Erzbischof Albert Malcolm Ranjith Patabendige Don ist
der neue Sekret�r der P�pstlichen Kongregation f�r den Gottesdienst und die
Sakramentenordnung. Der aus Sri Lanka stammende Erzbischof war bisher
Nuntius in Indonesien und Osttimor. Die Stelle des Sekret�rs der
Liturgiekongregation war vakant geworden, weil Papst Benedikt den
bisherigen Amtsinhaber vor kurzem zum Bischof von Assisi ernannt hatte.
Pr�fekt der Kongregation ist der aus Nigeria stammende Kardinal Francis
Arinze. Die Ernennung eines Sri Lankischen Erzbischofs an die Stelle eines
Italieners wird von Beobachtern als ein Zeichen f�r die
Internationalisierung der Kurie gewertet. (rv)
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17.12.05:
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Papst Benedikt begr��t Christbaum-Delegation aus Ober�sterreich.
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Es war eine
herzliche Veranstaltung, zu der 900 Vertreter Ober�sterreichs in den
Vatikan gekommen waren. Freundlich richtete der ober�sterreichische
Landeshauptmann Josef P�hringer seine Worte an Benedikt XVI. Es sei eine
gro�e Ehre f�r die Ober�sterreicher, vom Papst in Audienz empfangen worden
zu sein, sagte der Politiker: "Heiliger Vater, w�ren Sie 6,2 Kilometer
s�dlicher auf die Welt gekommen, w�ren Sie ein Ober�sterreicher. Ich w�re
Ihr Landeshauptmann, aber ich verg�nne diese Ehre dem Herrn
Ministerpr�sidenten Stoiber auch sehr." Der Papst nahm die Vorlage
des Landeshauptmanns dann durchaus auf. Nachdem er alle begr��t hatte,
erz�hlte er: "Ich bin zwar nicht von Marktl aus, wo wir nur kurz
waren, aber von Tittmoning aus mit meiner guten Mutter und meinen
Geschwistern ganz oft �ber die Br�cke gegangen. Dann waren wir in
�sterreich und haben uns gefreut, dass wir in dieses Land gehen durften,
das uns so nahe ist, mit dem wir uns in einer tiefen inneren
geschichtlichen Einheit und Einheit des Herzens f�hlten, so dass ich schon
damals das Gef�hl hatte: Dies ist keine Grenze, sondern eine
Verbindung!" Aber das waren nicht die einzigen Erinnerungen an
�sterreich, die der Papst heute zum besten gab: "Ich durfte dann
zusammen mit meinen Geschwistern auch auf Einladung des gro�en
Kirchenmusikers Kronsteiner, der beiden Br�der Kronsteiner, wiederholt
sch�nste Urlaube im Petrinum in Linz verbringen; und Professor Kronsteiner
hat uns Ausfl�ge rings in die Umgebung erm�glicht, so dass ich viele der
unersch�pflichen Sch�nheiten von Ober�sterreich und eben auch das
M�hlviertel habe kennen lernen d�rfen. Es sind f�r mich Erinnerungen, die
mir das Herz warm machen und die mir das Bewusstsein geben, dass wir
zueinander geh�ren und die mich vor allem froh machen, dass Sie zum zweiten
Mal den Christbaum hier nach Rom bringen und so diese Verbundenheit wieder
von Neuem sichtbar wird." �sterreich und der Heilige Stuhl seien
schon seit langem aufs engste miteinander verbunden, unterstrich der Papst.
Man merkte ihm an, dass ihm diese Audienz in der in der Fassade des
Petersdoms gelegenen Benediktionsaula wirklich ein Anliegen war: "So
m�chte ich f�r diesen gro�en, sch�n gewachsenen und prachtvollen Baum
danken, aber auch f�r die vielen kleinen B�ume, die Sie mitgebracht haben,
die den Apostolischen Palast zieren werden. Auch in meiner Wohnung werden
Eure Christb�ume stehen, und ich werde mit Euren Christb�umen Weihnachten
feiern und dabei immer das Gef�hl haben, dass Sie mit dabei
sind." Doch nicht nur B�ume waren es, f�r die der Papst seinen Dank
aussprach: W�hrend der Audienz �berreichte man ihm auch das Friedenslicht
aus Bethlehem, das erst vor wenigen Tagen in der Geburtsgrotte in Bethlehem
entz�ndet worden war. Das Friedenslicht hatte auch beim Weltjugendtag in
K�ln eine besondere Rolle gespielt. Er danke, so Benedikt, "auch f�r
die wunderbare Idee, das Licht aus Bethlehem zu holen und damit den
eigentlichen, tiefsten Inhalt von Weihnachten, das in Christus aufgegangene
Licht der Welt, sichtbar zu machen." Das Licht hatte der elfj�hrige
J�rgen Lengauer am vergangenen Montag in Bethlehem entz�ndet. Der Junge
hatte seinen zweij�hrigen Bruder vor dem Ertrinken gerettet und ist daher
dieses Jahr zum "Friedenslichtkind" erw�hlt worden - und er ist
es auch, der die Lichter am Christbaum entz�nden darf. Der Papst dankte den
Ober�sterreichern aber auch noch f�r andere Gaben: "f�r den Scheck,
mit dem Sie mir helfen, anderen helfen zu k�nnen; f�r die Gestalt des
heiligen Florian. Dieser gro�e Heilige der Alten Kirche, der uns durch die
Ausgrabungen wieder ganz nahe und ganz greifbar nahe geworden ist und der
ja auch Bayern und �sterreich auf besondere Weise miteinander verbindet,
wobei er bei seinem Tod in der Enns noch gar nicht ahnen konnte, dass er
dadurch zum Patron aller Feuerwehrleute werden w�rde, aber er macht's
gern vom Himmel aus." (rv)
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24.12.05:
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Erstes Weihnachten f�r Benedikt XVI.
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Papst
Benedikt XVI. wird in diesem Jahr erstmals den Weihnachtsfeiern im
Vatikan vorstehen. Heute wird er im Petersdom die Mitternachtsmesse
feiern. Am morgigen Ersten Weihnachtsfeiertag wird er mittags um zw�lf
von der Mittelloggia des Petersdoms aus seine Weihnachtsbotschaft
verk�nden und den traditionellen Segen �Urbi et orbi“ (der Stadt
und dem Erdkreis) spenden. Beide Zeremonien werden per Radio und
Fernsehen in alle Welt �bertragen. (rv)
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24.12.05:
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Enzyklika wird im Januar ver�ffentlicht
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Papst
Benedikt XVI. wird morgen seine erste Enzyklika unterzeichnen. Die
Ver�ffentlichung dieses ersten Lehrschreiben des Kirchenoberhaupts sei
f�r Januar geplant, erkl�rte Vatikansprecher Joaqu�n Navarro-Valls
gegen�ber der italienischen Nachrichtenagentur Ansa. Die Enzyklika wird
demnach nicht, wie mehrere Medien berichtet hatten, auf Vorschlag von
Kurienmitarbeitern �berarbeitet. Vielmehr wolle das Kirchenoberhaupt
sie nicht gleichzeitig mit anderen Texten zu ver�ffentlichen.
Navarro-Valls wies in diesem Zusammenhang auf die Botschaft zum
Weltfriedenstag am ersten Januar und die Weihnachtsbotschaft hin. (rv)
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25.12.05:
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Zum ersten Mal Urbi et Orbi mit Papst Benedikt
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"Erwache,
o Mensch; denn f�r dich ist Gott Mensch geworden!" Das hat Papst
Benedikt XVI. heute Mittag den Gl�ubigen auf dem Petersplatz und den
Menschen in der ganzen Welt zugerufen. In seiner ersten
Weihnachtsbotschaft forderte der Papst zum Kampf gegen Terrorismus,
Armut, Wettr�sten, Epidemien und Umweltverschmutzung auf. Es war das
erste Mal, dass Benedikt XVI. seine Botschaft zu Weihnachten an die
ganze Welt richtete. Von der Mittelloggia des Petersdomes aus, just von
dem Ort aus, wo er vor acht Monaten sich zum ersten Mal als Papst den
Menschen zeigte, unterstrich er die Bedeutung des Weihnachtsfestes.
Auch f�r uns Menschen des dritten Jahrtausends sei dieses Fest die
Einladung, den Retter aufzunehmen. "M�ge die heutige Menschheit
nicht z�gern, ihn in ihre H�user, in die St�dte, die Nationen und in
jeden Winkel der Erde eintreten zu lassen! Sicher, im Laufe des eben zu
Ende gegangenen Jahrtausends, vor allem in den letzten Jahrhunderten,
sind auf technischem und wissenschaftlichem Gebiet sehr viele
Fortschritte gemacht worden, und wir k�nnen �ber umfangreiche
materielle M�glichkeiten verf�gen k�nnen. Der Mensch des
technologischen Zeitalters ist jedoch in Gefahr, Opfer ebendieser
Erfolge seiner Intelligenz und der Ergebnisse seiner Handlungsf�higkeit
zu sein, wenn er sich auf eine geistliche Atrophie, auf eine Leere des
Herzens zu bewegt." Darum, so der Papst weiter, sei es wichtig,
dass er sich mit seinem Geist und seinem Herzen diesem Heilsereignis
der Geburt Christi �ffne, das imstande ist, dem Leben eines jeden
Menschen neue Hoffnung zu geben. "Erwache, o Mensch des dritten
Jahrtausends! Zu Weihnachten wird der Allm�chtige ein Kind und bittet
um Hilfe und Schutz. Seine Art, Gott zu sein, versetzt unsere Art,
Mensch zu sein, in Krise; sein Anklopfen an unsere T�ren fragt uns an,
richtet sich an unsere Freiheit und fordert uns auf, unser Verh�ltnis
und unsere Einstellung zum Leben zu �berdenken. Die Neuzeit wird h�ufig
dargestellt als ein Erwachen der Vernunft aus dem Schlaf, als das
Ans-Licht-Kommen der Menschheit, die aus dunkler Zeit emporsteigt. Ohne
Christus reicht jedoch das Licht der Vernunft nicht aus, um den
Menschen und die Welt zu erleuchten." Der Papst erinnerte auch
an das vor vierzig Jahren beendete Zweite Vatikanische Konzil. Und
weiter appellierte er an den "modernen Menschen", der
"erwachsen und doch zuweilen kraftlos im Denken und im
Wollen" sei: "Lass dich vom Kind von Bethlehem an die Hand
nehmen, f�rchte dich nicht, vertraue ihm!" Gottes Liebe, so
Benedikt, lenke die V�lker und erleuchte ihr gemeinsames Bewusstsein,
eine "Familie" zu sein, die berufen ist, Beziehungen des
Vertrauens und der gegenseitigen Unterst�tzung aufzubauen. "Die
geeinte Menschheit wird die vielen und besorgniserregenden aktuellen
Probleme in Angriff nehmen k�nnen: von der terroristischen Bedrohung
bis zu den Bedingungen besch�mender Armut, unter denen Millionen von
Menschen leben, von der R�stungszunahme bis zu den Pandemien und der
Umweltverschmutzung, die die Zukunft unseres Planeten
bedroht." Und dann sprach der Papst direkt die Unruheherde und
Krisengebiete der Erde an: "Gott, der aus Liebe zum Menschen
selbst Mensch geworden ist, st�rke alle, die in Afrika f�r den Frieden
und die vollst�ndige Entwicklung arbeiten, indem sie Bruderkriege zu
unterbinden suchen, damit sich die augenblicklich noch anf�lligen
politischen �bergangssituationen konsolidieren und die elementarsten
Rechte derer gewahrt werden, die sich in tragischen humanit�ren
Situationen befinden wie in Darfur und in anderen Regionen
Zentralafrikas. Er bewege die V�lker Lateinamerikas, in Frieden und
Eintracht miteinander zu leben." Gerade an Weihnachten, dem
Fest der Geburt Christi in Bethlehem, richtete sich der Gedanke des
Papstes nat�rlich auch in jene Richtung der Welt: "Den Menschen
guten Willens, die im Heiligen Land, in Irak und im Libanon wirken,
fl��e er Mut ein; dort fehlen zwar die Zeichen der Hoffnung nicht,
warten aber auf Best�tigung durch ein von Aufrichtigkeit und Weisheit
bestimmtes Verhalten. Er f�rdere die Prozesse des Dialogs auf der
koreanischen Halbinsel und andernorts in den asiatischen L�ndern, damit
nach �berwindung gef�hrlicher Uneinigkeiten in freundschaftlichem Geist
die von den Bev�lkerungen sehnlich erwarteten angemessenen
Friedensschl�sse erreicht werden k�nnen." An Weihnachten zeige
sich die Botschaft der Liebe in einem Paradoxon: Der Sch�pfer des Alls
eingeschr�nkt in einem Neugeborenen. "In der Nacht von Bethlehem
wird der Erl�ser einer von uns, um auf den verf�nglichen Wegen der
Geschichte unser Begleiter zu sein. Ergreifen wir die Hand, der er uns
entgegenstreckt: Es ist eine Hand, die uns nichts nehmen, sondern nur
schenken will." Im Anschluss an seine Weihnachtsbotschaft
sprach der Papst Weihnachtsw�nsche in 33 Sprachen der Erde. Das sind
weniger als sein Vorg�nger; Benedikt XVI. m�chte die Sprachen, die
diesmal wegfielen, bei anderen Gelegenheiten zum Tragen bringen und so
unter Umst�nden mehr Sprachen als bisher verwenden. Etwas entt�uschte
Gesichter sah man bei den Vertretern der Kunstsprache Esperanto, die
mit Transparenten auf dem Petersplatz aufgetaucht waren, in deren
Sprache der Papst aber keine Gr��e sagte. In seiner Muttersprache,
auf Deutsch, sagte Benedikt XVI.: "Die Geburt Jesu Christi, des
Erl�sers der Menschen, erf�lle Euer Leben mit tiefer Freude und reicher
Gnade; sein Friede m�ge in Euren Herzen wohnen. Gesegnete und frohe
Weihnachten!" Und schlie�lich spendete Benedikt XVI. zum ersten
Mal nach dem Tag seiner Wahl den Segen Urbi et Orbi - "der Stadt
und dem Erdkreis" (rv)
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28.12.05:
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Papst Benedikt XVI. hat sich heute am Rand der Generalaudienz auch mit "Winnetou" getroffen
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Der in
seiner Rolle als Edel-Rothaut bekannt gewordene Schauspieler Pierre
Brice nahm in der ersten Reihe an der Audienz des bayrischen Pontifex
auf dem Petersplatz teil und hatte anschlie�end noch Gelegenheit, ein
paar Worte mit dem Papst zu wechseln. Brice ist 76 Jahre alt. (rv)
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30.12.05:
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Navarro zieht Bilanz
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Das Jahr
2005 war das Jahr der P�pste. Es war gepr�gt vom Leiden und vom Tod von
Johannes Paul II. und dann von der Wahl und den ersten Amtshandlungen
Benedikts XVI. Benedikt wahrt Kontinuit�t, betont immer wieder das Erbe
seines Vorg�ngers. Manches bleibt, manches hat sich ver�ndert - sagt
Vatikansprecher Joaqu�n Navarro-Valls: "Nat�rlich gibt es
Unterschiede im Stil, in den Pers�nlichkeiten, vielleicht gibt es auch
- und wird es sie geben - Ver�nderungen in den pastoralen
Schwerpunkten. Jeder Papst ist auch ein wenig von seiner Zeit abh�ngig,
von den Anforderungen, von den spirituellen Bed�rfnissen seiner
Zeit." Das Papsttum m�sse immer im Zusammenhang von zwei
Jahrtausenden gesehen werden. Das sei auch beim Weltjugendtag in K�ln
sichtbar geworden: "An den Reaktionen der Menschen, zum gro�en
Teil Jungen und M�dchen, habe ich beobachtet, dass man die Theologie
des Pontifikats sehen konnte. Soll hei�en: ein universale Vaterschaft
eines Papstes, die Einheit der katholischen Lehre durch die Zeit, von
einer Person auf die andere �bertragen." Unvergessen sind aber
auch f�r Navarro-Valls die Millionen von Pilgern, die nach dem Tod
Johannes Pauls nach Rom str�mten. "Es waren nicht nur die Massen,
die gro�e Zahl von Personen, die in diesen Tagen hier im Vatikan, auf
dem Petersplatz zusammenstr�mten, es war die Intensit�t, die man an
ihnen beobachten konnte, mit der sie sich bewusst wurden, dass sie
einen wahrhaft religi�sen Augenblick erleben. So betrachtet war es
wirklich ganz au�erordentlich." Navarro-Valls hat den �bergang
vom 263. zum 264. Nachfolger des Heiligen Petrus so hautnah miterlebt
wie nur wenige andere. Bei manchen Pressekonferenzen konnte er bei
aller Professionalit�t die Emotionen nur schwer verbergen. "Dass
ich jeden Moment dieser letzten Tage von Johannes Paul II. mitverfolgt
habe, hat mich - wie man es sich vorstellen kann - zutiefst getroffen.
Und auch in den darauf folgenden Tagen die Kontakte mit dem Dekan des
Kardinalskollegiums, dem damaligen Kardinal Ratzinger, und dann - wie
f�r alle - die �berraschung, diesen Namen als neu gew�hlten Papst zu
h�ren. Nat�rlich habe ich all diese Ereignisse mit gro�er pers�nlicher
Anteilnahme verfolgt, die hinter der Informationsarbeit, wie sie das
Presseamt leisten muss, auf bestimmte Art zur�cktreten musste. Erst
nach den Ereignissen konnte ich ein wenig reflektieren. In diesen
intensiven Arbeitstagen war nicht viel Platz und Zeit �ber das
nachzudenken, was passierte und was man mitteilen musste." (rv)
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